Volleyballerinnen wollen Achter bleiben

TSG ist mit der ersten Saisonhälfte in der Regionalliga zufrieden und möchte daran anknüpfen

Vanessa Maglica (vorne) war die TSG-Spielerin der ersten Saisonhälfte. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die Volleyballerinnen der TSG Backnang blicken auf eine sehr gute erste Saisonhälfte in der Regionalliga. Der Neuling steht mit elf Punkten auf dem achten Platz. Einen Zähler Abstand ist es zum Sechsten TTV Dettingen. Hingegen sind es auch nur drei Punkte Vorsprung zum Neunten VC Offenburg II. „Wir sind mit der momentanen Platzierung sehr zufrieden. Für mich haben wir unerwartet vier Siege geholt“, sagt Hans-Peter Richter, der zusammen mit Birgit Sterzel die Backnangerinnen trainiert. Richter hebt aus einer guten ersten Saisonhälfte das letzte Spiel vor der Winterpause heraus. Da hatte die TSG dem Tabellenführer TSV Georgii Allianz Stuttgart bei der 2:3-Heimniederlage einen Punkt abgeluchst.

In seiner Analyse geht der TSG-Coach aber noch tiefer. „Gut war, dass wir in der Abwehr immer stabiler geworden sind“, sagt Richter. Seine Mannschaft hatte in den ersten Rundenspielen nämlich große Probleme mit den Angaben der Gegnerinnen, die der Trainer als Sprungflatterangaben bezeichnet. Aus Richters Sicht machte sich positiv bemerkbar, dass mit Gloria Heller zur Mitte der Hinrunde eine Alternative auf der Zuspielerposition zur Verfügung stand. Überragende Spielerin bei der TSG war Vanessa Maglica. Sie ist Außenangreiferin, genauso wie Franziska Schlipf, die ebenfalls eine sichere Bank bei den TSG-Volleyballerinnen ist. Mannschaftsführerin Lisa Sipple erwies sich als eine gute Alternative als Zuspielerin, da Andrea Lachenmaier verletzt ausfiel und auch in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen wird. Bei der TSG stimmt es, der Neuling ist auf einem guten Weg, den angestrebten Ligaverbleib zu schaffen. Am Saisonende werden wohl zwei Teams absteigen. Momentan stehen die Backnangerinnen also über dem Strich.

Die TSG-Frauen wollen auch am Saisonende Achter bleiben. Doch sie wissen, dass es ein schwerer Weg wird. „Wir müssen uns auf die beiden Spiele gegen die Teams hinter uns konzentrieren und gewinnen“, fordert Coach Richter. Dies wären die Begegnungen gegen den Vorletzten VC Offenburg II und das Schlusslicht VSG Ettlingen/Rüppurr. Allerdings dürfen sich die Backnangerinnen nicht darauf verlassen, dass diese Siege dann ausreichen werden. Deshalb ist sich Richter sicher, dass „wir auch einzelne Punkte gegen die Mannschaften vor uns holen sollten“. Er blickt dabei auf die Partien gegen den Fünften TSV Burladingen, den Sechsten TTV Dettingen und den Siebten DJK Schwäbisch Gmünd. „Ich bin optimistisch, dass das gelingen kann.“

Schwerer dürfte es gegen die Teams des Spitzenquartetts werden. Gegen eine solche Mannschaft geht es nach der Winterpause. Die Backnangerinnen müssen morgen zum Zweiten VfR Umkirch bei Freiburg. Los geht es um 19.30 Uhr in der neuen Opfinger Sporthalle. Die Gastgeberinnen sind Zweiter und punktgleich mit dem Tabellenführer TSV Georgii Allianz Stuttgart. „Da wird uns eine ganz schwere Aufgabe erwarten“, ist sich Richter sicher. Er wäre schon mit dem Gewinn eines Durchgangs zufrieden. „Wenn wir zwei Sätze für uns entscheiden und somit einen Punkt holen könnten, wäre es noch besser.“ Die TSG wird mit elf Spielerinnen die Fahrt in den Breisgau antreten. Neben der verletzten Andrea Lachenmaier stehen außerdem Anja Rumez und Johanna Klose aus beruflichen Gründen morgen nicht zur Verfügung.

Die Backnangerinnen wollen den Start in die zweite Saisonhälfte mit einer Maßnahme zur Förderung des Zusammenhalts verbinden. Denn: „Nach dem Spiel werden wir in Freiburg übernachten und erst am Sonntag wieder heimfahren.“ Richter hofft, dass seine Spielerinnen dort viel Selbstvertrauen tanken, um für die restlichen Begegnungen gerüstet zu sein. Das erste Heimspiel nach der Winterpause steht am Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr in der Mörikesporthalle gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach an.