- Murrhardt & Umgebung 28.01.2012
Stabwechsel in der CDU-FWV-Fraktion
Christian Schweizer wurde vom Gemeinderat verabschiedet – Auf ihn folgt Richard Rauch, der zum dritten Mal nachrückt
Der Gemeinderat verabschiedete Christian Schweizer, der im Dezember zurückgetreten war, und würdigte sein Engagement. Für ihn rückt Richard Rauch nach, der bereits Erfahrung als CDU-FWV-Stadtrat mitbringt und mit dem viele der Stadträte bereits zusammengearbeitet haben.

MURRHARDT (cs). Stabwechsel in der CDU-FWV-Fraktion: In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend wurde Christian Schweizer verabschiedet und sein Nachfolger Richard Rauch ins Amt eingesetzt. Nach einstimmigem Beschluss wird Richard Rauch die Fraktion als Rat im städtischen Gremium sowie in zwei Ausschüssen vertreten. Dies sind der Verwaltungs-, Sozial- und Kultur- sowie der Werksausschuss. Ebenfalls einen Sitz hat er künftig im Arbeitskreis sicheres und sauberes Murrhardt inne. Der 51-Jährige wurde vom Gemeinderat willkommen geheißen. Er bringt bereits einige Jahre Erfahrung als CDU-FWV-Stadtrat mit, rückte nun zum dritten Mal nach: Im September 2002 übernahm Richard Rauch das Amt von Rolf Kiefer (bis 2004) und im Oktober 2006 von Rosely Schweizer (bis 2009).
Christian Schweizer hatte im Dezember die Gründe seines Rücktritts ausführlich dargelegt (wir berichteten). Eine Entscheidung, die ihm sicher nicht leicht gefallen, aber zu akzeptieren sei, wie Bürgermeister Armin Mößner anmerkte. Ein gutes Dutzend Jahre kommunalpolitischen Engagements (1994-1999 und 2004-2011) bedeute, einen großen Einsatz an Zeit und Nerven und Mößner habe Schweizer in seinen rund 100 Tagen Amtszeit als Stadtrat mit Herzblut kennengelernt – insbesondere, was die historische Bedeutung der Themen anbelangt. Seiner Aufgabe und der entsprechenden Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sei er mit Fleiß nachgegangen und habe zahlreiche Hintergrundinformationen geliefert. Dabei habe er den Finger in die richtigen Wunden gelegt, auch wenn sich Mößner manchmal den kurzen Dienstweg gewünscht hätte. „Sie setzen sich auch sonst sehr für Murrhardt ein“, sagte der Bürgermeister und führte als aktuelles Beispiel die Arbeiten am Ärztehaus am Römerbad an. Da er das Gremium nicht im Streit verlasse, hofft Mößner auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Er wünschte Schweizer privat und beruflich alles Gute und gab ihm einen Leitgedanken Marc Aurels mit auf den Weg: „Denke in schwierigen Situationen daran, Gelassenheit zu bewahren.“ Auch die Fraktionsvorsitzenden würdigten das Engagement Schweizers. Andreas Winkle (CDU-FWV) bedauerte seinen Weggang einerseits, respektiere seinen Entschluss andererseits. Wolfgang Hess (UL) bezeichnete den Einsatz Schweizers fürs Städtle als vorbildlich und Ludwig Franke (MD/AL) stellte fest, dass ein kritischer Geist den Rat verlasse. Zwar sei man nicht immer einer Meinung gewesen – was aber in einer Demokratie selbstverständlich dazugehöre. Er hoffe, dass Schweizer auch weiterhin sein römisches Näschen behalte, wobei er auf die Römerfunde anspielte.
Christian Schweizer dankte allen. Für ihn sei der Schritt eine Zäsur, er sei jedoch an einen Punkt gekommen, an dem er auf seine innere Stimme habe hören müssen. „Ich bin ja weiterhin in der Stadt“, sagte er und dass er sich freue, seinen Sitz nun an den geschätzten Kollegen Rauch zu übergeben.

