Mutige Investitionen in die Infrastruktur

Fußball-Förderverein Fornsbach nimmt Sanierung des Trainingsplatzes und Bau eines Kunstrasen-Kleinspielfelds in Angriff

Der Sportclub Fornsbach stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Wohlgemerkt nicht durch die Verpflichtung von neuen Fußballern, sondern mit mutigen Investitionen in die Infrastruktur. Zum einen soll der marode Trainingsplatz saniert werden, zum anderen ein Kunstrasen-Kleinspielfeld entstehen.

Ehrgeizige Pläne des Fußball-Fördervereins: Der im Aspacher Fautenhau abgetragene und nach Fornsbach verfrachtete Kunstrasen soll mittelfristig für ein Kleinspielfeld verwendet, der marode Trainingsplatz (im Hintergrund) in den kommenden Monaten saniert werden.Foto: J. Fiedler

Von Steffen Grün

Ursprünglich hatte Jürgen Frank noch etwas ambitioniertere Vorstellungen. Als der stellvertretende Vorsitzende des Fußball-Fördervereins Fornsbach (FFF) im September 2010 mit der SG Sonnenhof Großaspach sprach und für fünf Jahre Parkplatzdienst mit jeweils 30 Helfern beim Andrea-Berg-Open-Air neben dem Flutlicht auch den im Fautenhau abgetragenen Kunstrasen ergatterte, war seine Idee, den holprigen Trainingsplatz komplett in ein künstliches Grün zu verwandeln. Das Vorhaben scheiterte aber am Veto des Württembergischen Landessportbunds (WLSB), das mit versicherungsrechtlichen Aspekten begründet wurde. „Ausschlaggebend war, dass der WLSB ein solches Projekt nicht fördert“, verrät Frank. Es sei unmöglich, urteilten die Experten, einen abgetragenen Kunstrasen an anderer Stelle in ursprünglicher Qualität erneut zu verlegen. Zudem zogen Fornsbachs Verantwortliche ins Kalkül, dass der nicht mehr taufrische Teppich in absehbarer Zeit auszutauschen gewesen wäre, was weitere Kosten bedeutet hätte. „Es war eine gewisse Enttäuschung, den Plan nicht eins zu eins umsetzen zu können“, erinnert sich Jürgen Frank.

Anstatt Trübsal zu blasen, entwickelten der stellvertretende FFF-Boss und seine Mitstreiter aber zügig neue Ideen. Nun soll der Trainingsplatz durch die Firma Moser saniert und um 25 Meter nach Osten verlegt werden. Auf der dadurch frei werdenden Fläche ist ein Kunstrasenspielfeld mit einer Länge von etwa 50 sowie einer Breite von etwa 25 Metern geplant. „Für uns ist das die ideale Lösung“, freut sich Frank. Sie kostet jedoch viel Geld. Geld, das der Hauptverein nicht hat, weil zum Beispiel noch rund 15 Jahre fürs Vereinsheim gezahlt werden muss. In die Bresche springt der Fußball-Förderverein, der die Projekte zu 100 Prozent stemmen will. 175000 Euro sind für die Sanierung des Naturrasens einkalkuliert. Zu 20000 Euro Eigenkapital gesellen sich für dieses Projekt auch 50000 Euro WLSB-Förderung. Der Rest soll über verschiedene Aktionen und Spenden, über Werbeeinnahmen und über einen Losverkauf zusammenkommen. Noch einmal etwas 30000 Euro zusätzlich wird laut Frank das Kunstrasenspielfeld kosten.

Es sind also ehrgeizige Projekte, die in Fornsbach in Angriff genommen werden. Sie sollen dazu führen, anders als bislang auch in Schlechtwetterperioden einen ordentlichen Trainingsbetrieb gewährleisten zu können. Immerhin rennen beim Sportclub sieben Jugend- und zwei Männerteams sowie eine Frauen- und eine Seniorenmannschaft dem runden Leder hinterher. Mit der Sanierung des Trainingsplatzes soll bereits im April begonnen werden. Zwei bis drei Monate Bauzeit sind veranschlagt. Um dem Rasen die Möglichkeit zu geben, optimal anzuwachsen, wollen die Fornsbacher in diesem Jahr nicht mehr auf dem Platz trainieren. Frank kündigt an, für die Übergangszeit mit benachbarten Klubs reden zu wollen. Was den Kunstrasen betrifft, zieht noch mehr Zeit ins Land. „Das Ziel ist, 2013 zu starten“, sagt Frank.