Kunstrasenplatz ist ein großes Thema

Hauptversammlung des VfR Murrhardt: Verein steht auf finanziell gesunden Beinen

(pm). Wahlen und Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung des VfR Murrhardt nicht, doch interessante Informationen erhielten die Mitglieder trotzdem.

Zu Beginn blickte der Vorsitzende Manfred Häfner auf die sechs Monate seit den Wahlen im November zurück. Strukturen seien geglättet, Aufgaben verteilt und Ämter wie die des Mannschaftsbetreuers und des Platzkassiers besetzt worden. Für den Sponsorenbereich werden noch Helfer gesucht. Häfner betonte, der Verein stehe auf finanziell stabilen Beinen. Er hob auch die positive sportliche Bilanz bei den Frauen, Männern und Jugendlichen hervor, räumte allerdings ein, dass die Bezirksliga-Truppe am Ende der Runde Abgänge zu verdauen haben wird. Der Klubchef ist trotzdem zuversichtlich, dass die laufenden Kaderplanungen ein erfreuliches Ergebnis haben.

Spielleiter Isaak Avramidis sprach für den Männerbereich (Bezirksliga, Kreisliga B2 und Reserve, zusammen etwa 50 Kicker) von der besten Saison in den vergangenen 20 Jahren. Für die Frauen betonte Christian Heitkämper, dass das Team auf dem besten Weg ist, das Ziel (Platz 1 bis 3) zu erreichen. Mehr noch: Der Meistertitel in der Regionenliga ist so gut wie perfekt. Zudem steht die Truppe um Trainer Kim Hubl im Bezirkspokalfinale. Heitkämper verkündete aber auch, dass sich Hubl am Ende der Runde nach drei Jahren verabschiedet. Ein Nachfolger wird gesucht.

Jugendleiter Michael Döz berichtete von rund 260 Talenten, die in zehn Jungen- sowie vier Mädchenteams um Punkte kämpfen. Bei den Zahlen bleibt es auch in der neuen Saison. Döz freut sich, dass sich die gute Arbeit der Trainer und Betreuer auch in guten Ergebnissen ausdrückt. Um das hohe Niveau auch zu halten, werden aber weiterhin zusätzliche Helfer gesucht. Zumal zusätzliche Aktivitäten wie das Rudi- Gehring-Turnier, das Zeltlager am Ebnisee, Hallen- und Feld-Turniere gestemmt werden wollen. Zudem nahm der VfR am U-9-Leistungsvergleich mit hochklassigen deutschen Teams sowie am Partnerstädte- Austausch in Polen teil. Eine Herausforderung für alle Jugendteams wird 2014/2015 Pass-Online sein. Hier seien noch technische Rahmenbedingungen zu klären.

Kassier Wilhelm Zügel sprach auch für seinen ausgeschiedenen, für die Vorjahreszahlen noch zuständigen Vorgänger Björn Fechter. Erfreuliche Einnahmen brachten vor allem die Jahresfeier und das Marktplatzfest. Obwohl Rücklagen für kommende Vereinsheimsanierungen gebildet wurden, blieb unter dem Strich ein Plus. Der VfR Murrhardt ist schuldenfrei. Die Mitgliederzahl stieg in den Monaten seit dem Jahresbeginn von 545 auf 558. Die Kassenprüfer Burkhard Bähr, Wolfgang Krissler und Eckhard Reißhauer hatten nichts zu beanstanden, die Entlastung ging deshalb auch einstimmig über die Bühne.

Ein wichtiger Punkt war dann noch die geplante Sanierung des Kunstrasens. Laut VfR-Vorsitzendem Häfner wurde die drohende Verkleinerung des Platzes abgewendet und die Erneuerung beschlossen. Sein Stellvertreter Jürgen Feil und Bürgermeister Armin Mößner räumten aber ein, dass das Vorhaben in den kommenden Monaten nicht angegangen wird, weil der beantragte Zuschuss vom Regierungspräsidium für 2014 nicht bewilligt wurde. Die Antragsliste ist wegen der guten konjunkturellen Lage lang. Mößner glaubt, dass der Kunstrasen warten muss, weil zuletzt in Murrhardt die Trauzenbachhalle saniert wurde. Eine komplette städtische Eigenfinanzierung lehnt der Rathauschef ab. 2015 soll der Zuschuss erneut beantragt werden.

Am Ende informierte Schriftführer Patrick Reisshauer über die Umstellung aufs Sepa-Lastschriftverfahren, die durch eine Satzungsänderung erleichtert wird.