Glas-Panflöte und Glasharfe

Außergewöhnliches Konzert

ALFDORF (pm). In der neu renovierten Alfdorfer Stephanuskirche fand ein ganz spezielles Konzert statt. Außergewöhnliche instrumentale Klänge sollten in beeindruckend stimmungsvoller, festlicher Atmosphäre einer vielfältigen Musik Raum geben. Mochte es der Dudelsack sein, die melancholische Panflöte oder gar die klangstarke und dennoch zart klingende Glasharfe (Verrofon), den Reiz dieser eigenen Klangfarben in dieser Zusammenstellung spürten die rund 500 Zuhörer.

Durch die Veranstaltung führte Martin Engber, der auch solistisch mit Gesang und Gitarre den Abend bereicherte. Den Auftakt des Programms bildete Wolfgang Joos aus Backnang mit „Highland Cathedral“ auf dem Dudelsack. Musikalisch war dieses erste Stück mit robustem und gleichzeitig doch so „näselndem“ Ton ein energisches Entree, und damit fast schon kontrapunktisch zum folgenden Glasharfenstück.

Philipp Marguerre, der schon seit 2002 weltweit als Glasinstrumentenmusiker im Konzertbereich auftritt, entlockte seinem Verrofon sphärisch-pastorale Klänge für das aufmerksame und gleichermaßen faszinierte Publikum. Für das folgende Zusammenspiel von Glas-Panflöte (Wolfgang Joos) und Glasharfe (Philipp Marguerre), übrigens der weltweit erste Auftritt in dieser Kombination, wurde ein Ausschnitt aus der Oper „Nabucco“ gewählt.

Erneutes „Gänsehaut-Feeling“ kam auf bei „To make you feel my love“. Gefühlvoll gesungen von Gabi Joos mit Begleitung von Martin Engber auf der Gitarre, und Philipp Marguerre auf dem E-Piano, ein sehr emotionales Stück. Danach wurde es wieder lebendiger. Wolfgang Joos gab auf seinem Xylofon mit dem Stück „Quer drüber“ in rasantem Tempo wiederum einen Beleg für seine Vielseitigkeit.

Nach der Pause gab es zunächst ein Panflöten-Duo, bei dem Wolfgang Joos und sein Panflöten-Schüler Christian Boob die Zuhörer mit „The Rose“ akustisch verzauberten. Für den weiteren Konzertverlauf wählte Wolfgang Joos dann seine eigene Komposition „Ganz nah bei mir“, eine Widmung an seinen Vater Theo Joos, gefolgt von „Questions“ – eine Interpretation von Fragen, die wir wohl alle an das Leben haben. Nach diesen fast meditativen Minuten wurde wieder Tempo gemacht. Zunächst der berühmte „Zirkus Renz“ mit Xylofon (Wolfgang Joos) und Klavier (Philipp Marguerre), dann – auch als optisches Highlight – eine vierhändige Klavierdarbietung. Niveauvoll ging es weiter mit „Amazing Grace“ und „Ave Maria“, gefühlvoll gesungen von Gabi Joos. Den Abschluss des Konzertes bildete „Guten Abend, gute Nacht“, mit dem „Zusammenspiel“ aller Musiker des Abends, samt Gesang des Publikums. Am Ende gab es Standing Ovations.