„Murrhardt ist attraktiv!“

CDU-FWV: Stadtentwicklung und Bürgerservice im Blick

Andreas Winkle

(cs). Andreas Winkle blickte auf 2018, das als eines der trockensten und wärmsten Jahre in die Geschichte eingehen werde, genauso wie auf die künftige Wirtschaftslage, die sich aus verschiedenen Gründen eintrüben könnte. Insofern ging er nach einer ausführlichen Darstellung der Haushaltszahlen auf den Bauplatzverkauf als Einnahmequelle ein. „Die CDU-FWV-Fraktion drängt immer wieder darauf, den Grundstücksverkauf zu forcieren und neue Baugebiete auszuweisen. Wir sehen hier nicht nur den Erlös für unseren Stadtsäckel, sondern langfristig eine Sicherung unserer Infrastrukturen wie Kindergärten, Schulen, Bücherei, Freibad, Einzelhandel und letztendlich auch höhere finanzielle Zuweisungen“, sagte er.

Mit Blick auf die gestiegenen Personalkosten kam er auch auf den Beschluss zu sprechen, die Baurechtszuständigkeit vom Landratsamt zurückzuholen, von dem sich die Fraktion eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und eine kundenorientierte Verwaltung erhofft. Eine Kostendeckung lasse sich dabei nicht realisieren, „ein jährlicher, sechsstelliger Abmangel muss durch den Haushalt abgedeckt werden und ist vom Gemeinderat so gewollt“. Vor dem Hintergrund der Wohnungsknappheit in der Region Stuttgart spielen Bürgerservice und weiche Standortfaktoren für Winkle wie Natur, Kinderbetreuung und Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle, über die die Stadt verfüge. „Murrhardt ist attraktiv“, stellte der CDU-FWV-Fraktionschef fest.

Noch nicht so weit sei man beim Glasfaserausbau. Auch wenn sich die Förderbedingungen positiv entwickelt haben und der Beitritt zum Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr vollzogen ist, will sich Winkle nicht damit zufriedengeben, dass bis 2030 nur 90 Prozent der Privathaushalte angeschlossen sein sollen. Er erinnerte auch an den Antrag der Jungen Union Oberes Murrtal für ein kostenfreies WLAN im Freibad und kam auf ein weiteres Infrastrukturthema zu sprechen: E-Ladestationen. Neben der Einrichtung einer Stromzapfsäule auf dem Parkplatz Brunnengasse bat er die Verwaltung, ein Konzept zum Ausbau in der Stadt vorzulegen und E-Mobilität künftig beim städtischen Fuhrparkmanagement mit aufzunehmen.