Ernst Konarek liest Ringelnatz

GSCHWEND. Der Gschwender Musikwinter lädt am Freitag, 11. Januar, zu einem kulinarisch-literarischen Abend im Restaurant Herrengass ein. Das Gschwender Haus serviert ein Gourmetmenü, Ernst Konarek Leckerbissen aus dem Werk von Ringelnatz. Alfred Polgar schrieb über den deutschen Humor: „Er trägt eine Tarnkappe. Immer schreit er: ‚Hier bin ich!‘ Und keiner sieht ihn.“ Ringelnatz’ Witz wurde gesehen – auch von den Nazis. Die belegten den Dichter mit Berufsverbot und verbrannten seine Bücher. Völlig verarmt starb er früh an Tuberkulose.

Eigentlich hieß er ja Hans Bötticher, sah aber aus wie ein „Ringelnatz“– wie er selbst bemerkte. Mit seiner ungeheuren Ringelnatznase. Und so skurril, wie er aussah, sind seine Reime: „Nicht umsonst gibt’s Quarantäne. Jedem graust es, wenn ich gähne.“ Oder: „Der Nachruf ist meist besser als der Ruf.“ Oder: „Nie bist Du ohne Nebendir, weil kleine Morcheln horcheln.“ Alfred Polgar: „Dieser unvergleichliche Ringelnatz hat den Stein der Narren entdeckt, welcher, wie wunderbar, dem der Weisen zum Verwechseln ähnlich sieht.“

Karten für den Abend inklusive Menü kosten 75 Euro. Sie sind erhältlich bei der Murrhardter Buchhandlung BücherABC, Grabenstraße 23, Telefon 07192/8606, Murrhardt.

Einlass im Restaurant Herrengass ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr.