Lohn für außergewöhnliches Engagement

OB Nopper würdigt jahrelangen Einsatz in der Dorfgemeinschaft, in der Feuerwehr und im Sport-, Gartenbau- und Musikverein

Über die Würdigung ihrer Leistung durch OB Nopper und den Ehrenteller der Stadt Backnang freuen sich (von links): Helmut Schaber, Georg Hopp, Bernd Haisch und Klaus Otto.Foto: J. Fiedler

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Mit dem Ehrenteller der Stadt Backnang sind beim Neujahrsempfang Bernd Haisch, Georg Hopp, Klaus Otto und Helmut Schaber ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Frank Nopper würdigte die Leistungen der vier Persönlichkeiten. „Sie haben sich in besonderem Maß um das Wohl der Stadt und ihrer Bürger verdient gemacht.“

Bernd Haisch ist ein Heininger Urgewächs und seit Jahrzehnten für das Gemeinwesen im Einsatz. Nopper listet auf: seit 36 Jahren als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, seit fast 28 Jahren als Mitglied des Ortschaftsrates und seit 18 Jahren auch als Kommandant der FFW-Abteilung Heiningen. 2015 hat der 58-Jährige gemeinsam mit Ortsvorsteher Leonhard Groß die Gunst der Stunde erkannt und die Sanierung der alten Dorfscheuer begonnen. Mit Unterstützung der Stadt ergriff er die Initiative, trommelte 40 Freiwillige zusammen und übernahm als gelernter Mechaniker und studierter Maschinenbauer das Kommando beim Ausräumen, beim Abbruch, beim Einziehen von Zwischenböden, bei der Verlegung der Elektrik, beim Lampendesignen und beim Erstellen der Holzdecke. Weit über 3000 Stunden haben die Freiwilligen in Eigenleistung erbracht. Bernd Haisch legt Wert darauf, dass er heute nur stellvertretend für alle Freiwilligen geehrt wird. Nopper: „Diese Bescheidenheit ehrt ihn. Aber er war der Initiator, der Motor und der Macher.“

Georg Hopp kam 1958 in Rietenau zur Welt. Mit 31 Jahren wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit, erst mit einem Planungsbüro und später mit einem Küchenstudio, das heute über 30 Mitarbeiter hat. Seine Leidenschaft für den Fußball entwickelte er schon in frühester Jugend, zunächst als Jugendleiter und Trainer der D-Jugend, später der B-Jugend der TSG Backnang. Mit der B-Jugend stieg er in die Verbandsliga auf. 1990 war er Gründungsmitglied des TSG-Förderkreises. Zwei Jahre später wurde er stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises und von 1996 bis 2008 war er dessen Vorsitzender. Seit 2008 ist er Vorstandssprecher sowie Vorstand für Verwaltung und Tradition der TSG Backnang Fußball. Nopper lobte: „Hopp ist auf allen Feldern ein Teamplayer – in seinem Küchenstudio und bei der TSG.“

Klaus Otto wurde geehrt für seinen Einsatz für die Gartenfreunde Backnang und dafür, dass Backnanger Zugang zu einem eigenen Garten haben können. 1979 wurde der Strümpfelbacher Mitglied der Gartenfreunde. Als gelernter Schreiner half er beim Umbau des Vereinsheims und beim Gartenfest in der Kleingartenanlage mit. 1984 wurde er Vorsitzender und blieb es bis 2003. Unter seiner Ägide sind in der Gartenanlage Plattenwald viele Verbesserungen umgesetzt worden. 1991 wurde er Organisator des Blumenschmuckwettbewerbs. Nopper: „Er wollte dabei helfen, dass die Stadt grüner und blumiger wird.“ Die Gartenfreunde im Bezirk führte er zwölf Jahre lang. Seit 2002 ist er Mitglied des Landesvorstands der Gartenfreunde, seit 2012 deren Vizepräsident und seit 2014 gar Präsident.

Helmut Schaber ist als gebürtiger Stuttgarter des Jahrgangs 1950 in Backnang aufgewachsen und stieß 1968 zur damaligen Stadtkapelle, die anlässlich ihres 50. Jubiläums in den Rang eines Städtischen Blasorchesters erhoben wurde. Als Saxofonist war der Blasmusiker damals wie heute heiß begehrt. 1974 wurde er Notenverwalter, blieb dies 26 Jahre lang, bis er 2000 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Besonders wichtig waren und sind ihm als Vorsitzendem die Partnerschaften mit dem Ensemble Harmonique aus Annonay und mit dem Orchestra Caprice aus Chelmsford, die Jugendausbildung und der Gemeinschaftsgeist. Nopper: „Das Städtische Blasorchester ist so etwas wie die Elitetruppe. Es ist etwas ganz Besonderes, ihm anzugehören. Dies gilt erst recht für Saxofonisten wie Helmut Schaber. Wer einmal beim Städtischen Blasorchester dabei ist, bleibt ein Leben lang.“