Neue Erkenntnisse über Eger

Rokokomaler im Kunstgespräch

MURRHARDT (pm). Am Mittwoch, 30. Januar, findet um 19 Uhr das erste Kunstgespräch in diesem Jahr statt. Christian Schweizer hält neue Erkenntnisse zu Leben und Werk des Darmstädtischen Hofmalers Georg Adam Eger (1727 bis 1808) bereit. Georg Adam Eger wurde in Murrhardt geboren, kam nach dem Stadtbrand 1765 in seine Heimatstadt zurück und arbeitete ab 1783 bis zu seinem Tode in Murrhardt. Eger war ein Maler des Rokoko und zudem ein berühmter Jagdmaler, der auch in der Region Hohenlohe, Öhringen und Schwäbisch Hall sowie im württembergischen Göppingen seine künstlerischen Spuren hinterlassen hat. Den Künstler zeichnet ein breites Genre aus. Außergewöhnlich und spektakulär ist seine Mitarbeit an der schönsten barocken Automatenuhr Europas (der kaiserlichen Vorstellungsuhr in Wien). Neben seinen Jagdbildern aus der Darmstädter Zeit wurde er in den letzten Jahren immer mehr als Porträtist des Hauses Hohenlohe-Öhringen sowie des Haller Patriziats und der württembergischen Ehrbarkeit erkannt. Neue Forschungen zu Egers Familie werden von Christian Schweizer in einem Kurzvortrag präsentiert und neu am Kunstmarkt entdeckte Gemälde vorgestellt. Ein spektakulärer Archivfund aus dem Privatarchiv des großherzoglichen Hauses Baden gibt spannende Einblicke in Egers Leben und das seiner Familie. Neben dem stadtgeschichtlich für Murrhardt bedeutenden Porträt Friedrich Christoph Oetingers wird auch eine Neuerwerbung eines Porträts des Schwäbisch Haller Glenkenbeck vorgestellt und besprochen. Dieser war Urvater der berühmten süddeutschen Salinen- und Bergmannsdynastie von Glenck.

Die Städtische Kunstsammlung veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Murrhardt regelmäßig Kunstgespräche. Dieser Abend wird vom Carl-Schweizer-Museum mitgestaltet. Weitere Infos unter www.murrhardt.de.