Abstiegssorgen und Aufstiegshoffnungen

Die Männerteams aus der Region starten in den Spielklassen auf Bezirksebene mit unterschiedlichen Zielen in die Rückrunde

Bislang der zweitbeste Spieler in der Bezirksklasse und mit Burgstetten mitten im Aufstiegsrennen: Patrick Goncalves. Foto: A. Becher

(mic). In der Bezirksliga auf Rang sieben zu überwintern, und das auch noch punktgleich mit dem Achten Schnait, der nach aktuellem Stand in die Abstiegsrelegation müsste – das hatten sich die Tischtennisspieler der SF Großerlach vor der Saison anders ausgemalt. Das Sextett um Cristof Erkert musste in den neun Vorrundenspielen zwölfmal auf Ersatzleute zurückgreifen. Die Folge: Nur gegen die drei Teams am Tabellenende sprangen Siege heraus.

„Wenn Klaus Weißmann bei den wichtigen Spielen dabei sein kann und wir komplett sind, haben wir mit dem Abstieg am Ende nichts zu tun“, hofft Erkert, dass es den über die Kontinente reisenden Profi-Tierfilmer zu den entscheidenden Spielen zurück in den Schwäbischen Wald zieht. Zum Rückrundauftakt ist die Aussicht auf Beute für die Sportfreunde allerdings eher gering, da sie am Sonntag (10 Uhr, Sporthalle Rainbrunnen) beim Herbstmeister SG Schorndorf II antreten müssen.

Dem Bezirksliga-Spitzenreiter aus dem Remstal hatte der TTV Burgstetten beim Vorrundenfinale die einzige Saisonniederlage zugefügt. Federn ließen die Murrtaler aber gegen den Zweiten Plüderhausen III und den Fünften Birkmannsweiler III, damit belegen sie mit ihren 14:4 Punkten den dritten Platz. Nur zwei Zähler hinter dem Ersten und nach Minuspunkten gleichauf mit dem Zweiten, der die Startberechtigung für die Relegation bekommt: Burgstetten ist mittendrin im Aufstiegsrennen.

Im TTV-Dress spielte mit Patrick Goncalves (15:1 Siege) in der Vorrunde zwar der zweitbeste Akteur der Liga, allerdings fehlte vor der Pause auch 14-mal ein Spieler aus der Stammsechs. In der personellen Konstanz liegt die größte Herausforderung für das Team aus Burgstetten, für das die Rückrunde erst kommende Woche startet.

Schon die ersten Partien in der zweiten Saisonhälfte haben die Mannschaften der Bezirksklasse hinter sich. Der TSV Oberbrüden II (20:0 Punkte) liegt mit drei Zählern Polster auf Titelkurs. Aufsteiger TTV Großaspach (11:9) und die TSG Backnang (10:8) haben gute Aussichten auf ein ruhiges Saisonfinale ohne Abstiegssorgen. Für die Truppe von der Murr wäre sogar Rang zwei wieder in Reichweite, wenn sie diesen Samstag (18 Uhr) in der heimischen Halle des Tausgymnasiums den Tabellenzweiten TSV Schmiden ins Wanken bringen sollte.

In akuter Not sind dagegen der TV Murrhardt II (5:13) und der SV Spiegelberg (4:16), die jeweils einen der drei Abstiegsplätze innehaben. Die Walterichstadter könnten mit Zugang Ivan Garic die besseren Karten haben, den Ligaverbleib noch zu schaffen. Am Samstag (14 Uhr) kommt es in der Birkmannsweiler Halle zum direkten Duell mit dem Tabellennachbarn, dem Siebten VfR Birkmannsweiler IV (7:11). Im Fall eines Siegs tauscht der TVM II den Platz mit den Einheimischen. Sollte Großaspach am Samstag (16 Uhr, Sporthalle Maicker-Schule) beim punktlosen Schlusslicht SV Fellbach ebenso siegen wie Spiegelberg am Sonntag (15 Uhr), kann das Team vom Kappelberg bald schon für eine Etage tiefer planen.

In der Kreisliga A befindet sich der noch ungeschlagene Spitzenreiter TTV Großaspach II auf Meisterschaftskurs. Spannender dürfte der Kampf um Relegationsplatz zwei werden, in den noch fünf Mannschaften aussichtsreich involviert sind. Beinahe auf ein Wunder müssen der TSV Leutenbach und die TSG Backnang II hoffen. Sie rangieren mit fünf beziehungsweise sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer auf den beiden Abstiegsplätzen.

Nach der Hinserie in der Kreisliga B haben der TSV Oberbrüden III und der TV Oppenweiler die besten Aussichten auf die zwei Aufstiegsplätze. Ein Polster von vier Punkten auf die Verfolger haben sich im Aufstiegsrennen der Kreisliga C der TSV Nellmersbach und der TV Oppenweiler II angefuttert. In überlegener Manier feierte der TSV Oberbrüden V die Herbstmeisterschaft der Kreisliga D vor dem TTC Maubach II. Die TSV-Mannen um Harald Weller gaben lediglich vier Einzelspiele ab.

Da geht es in der Kreisklasse der Vierermannschaften schon viel enger zu. Die TTF Kleinaspach II, die SG Weissach im Tal III und der SV Spiegelberg III trennen an der Tabellenspitze nur zwei Punkte.