TV Murrhardt für Abstiegskampf gerüstet

Verbandsklasse: Team um Spitzenspieler Dominik Wörner verstärkt sich mit Zugang – Landesliga: Oberbrüden schielt nach oben

Zwei verschiedene Pluspunkte wollen die Tischtennisspieler des TV Murrhardt und des TSV Oberbrüden in die Waagschale werfen, um ihre Ziele in der Rückrunde zu erreichen. Das Team aus der Walterichstadt setzt im Kampf um den Verbleib in der Verbandsklasse auf eine Verstärkung, die Auenwalder freuen sich im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz auf sechs Heimspiele in Serie.

Holten im Einzel und im Doppel wichtige Punkte für den TV Murrhardt: Dominik Wörner (im Vordergrund) und Julian Wörner. Foto: A. Becher

Von Michael Clauss

Als Siebter überwinterte der TV Murrhardt in der Tischtennis-Verbandsklasse bereits auf einem Nichtabstiegsplatz, dank eines Zugangs könnten die Chancen auf den Ligaverbleib nun sogar noch gestiegen sein. Ivan Garic soll zwar vor allem die Zweite in der Bezirksklasse verstärken, doch Kapitän Jürgen Wörner rechnet damit, dass der Neue auch im hinteren Paarkreuz der Ersten zum Einsatz kommt. Der 22-Jährige wohnt erst seit Kurzem in Murrhardt und war laut Wörner als Jugendspieler in Kroatien erfolgreich. „Nach vier Jahren Pause beginnt er bei uns wieder und man sieht schon, dass er vielleicht eine große Hilfe sein kann“, freut sich der Routinier über den Coup. Gerade auf den Positionen fünf und sechs war die TVM-Punkteausbeute in der Vorrunde eher mager. Äußerst fleißig punktete dagegen Spitzenspieler Dominik Wörner, der mit 12:6 Siegen auf Platz vier aller 62 Spieler der Liga steht.

In den ersten zwei Rückrundenpartien dürfte es für die Walterichstadter dennoch schwer werden, etwas Zählbares einzufahren. „In Eislingen sind wir wahrscheinlich chancenlos“, blickt Wörner dem Duell am Samstag (18.30 Uhr, TSG-Vereinszentrum Wasenhof) beim Dritten skeptisch entgegen. Auch im Heimspiel am Sonntag gegen den Zweiten TTC Bietigheim-Bissingen II (15 Uhr, Sporthalle Bodelschwinghschule) sieht der Kapitän „höchstens eine Außenseiterchance auf einen Punktgewinn“. Der Kampf um den Klassenverbleib wird für die Murrhardter auch mit verstärkter Aufstellung kein Zuckerschlecken. Die nur einen Punkt hinter dem TVM auf dem Relegationsplatz rangierende DJK Sportbund Stuttgart II hat ihre Topspieler Bojic und Hartmann bislang nur zweimal eingesetzt. „Wenn beide spielen sollten, dürfte für uns nichts zu machen sein“, warnt Wörner.

Der TSV Oberbrüden kann den Blick in der Landesliga dagegen nach oben richten. „Die Verteidigung von Platz zwei und damit das Erreichen der Relegationsspiele“ gibt TSV-Routinier Oliver Letzgus weiter als Saisonziel aus. „Die Meisterschaft ist mit sechs Punkten Rückstand auf den VfL Kirchheim II unrealistisch.“ Vielmehr droht den Auenwaldern in der Rückrunde Ungemach von den Teams auf den Rängen drei bis sechs, die mit nur zwei bis vier Zählern Rückstand ebenfalls auf die Aufstiegsrelegation spekulieren.

Eher eine Pflichtaufgabe sollte der Start in die Rückrunde am Samstag (13.30 Uhr, Sporthalle Berger Schule) beim Sportbund Stuttgart III sein, der als Drittletzter abstiegsgefährdet ist. Aufgrund der Bilanzpunkte musste Oberbrüden in der Winterpause seine Aufstellung anpassen: Oliver Letzgus rückt wieder ins erste Glied. Für die zweite Mannschaft, die in der Bezirksklasse die Tabelle anführt, ist nun Jürgen Köberl gemeldet, der aber mit Simone Tomaschek, Dieter Senge und Szabolcs Marosffy im Wechsel trotzdem an Position sechs im Landesliga-Team antreten wird. Neben den Variationen im hinteren Paarkreuz hat der TSV noch einen Trumpf im Ärmel: Er kann in direkter Serie bei sechs der neun Rückrundenspiele auf den Heimvorteil setzen und empfängt dabei nahezu alle Kontrahenten im Aufstiegsrennen.