SVU hofft auf nächsten Coup beim Spitzenreiter

In der Fußball-Bezirksliga möchte Unterweissach den Erfolg beim Bezirkspokalspiel in Kaisersbach nun wiederholen

(dg). Der SV Kaisersbach ist das Maß aller Dinge in der Fußball-Bezirksliga und will sich auch vom SV Unterweissach nicht auf dem Weg zum Titelgewinn abbringen lassen. Auf Rang zwei und die Aufstiegsrelegation spekuliert noch die SG Schorndorf, die bereits am morgigen Samstag um 18.30 Uhr die TSG Backnang II erwartet. Der SV Steinbach darf sich ebenfalls noch vage Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft machen. Ausrutscher sind aber verboten und in Winterbach muss deshalb dreifach gepunktet werden. Im Abstiegskampf braucht der VfR Murrhardt zu Hause gegen den KTSV Hößlinswart ebenfalls einen Dreier. Der TSV Sulzbach-Laufen steht im Kellerduell beim Schlusslicht TSV Leutenbach unter Zugzwang. Spielbeginn ist am Sonntag um 15 Uhr. Eine Pause legt der FSV Waiblingen ein.

SV Kaisersbach – SV Unterweissach. Der SV Unterweissach entschied das Kellerduell gegen den VfR Murrhardt mit 1:0 für sich und verschaffte sich mit 26 Zählern ein wenig Luft im Abstiegskampf. „Wir haben die drei Punkte in Weissach gelassen und das ist die Hauptsache“, sagt Giuseppe Iorfida. Der SVU-Trainer möchte daher auch nicht groß kritisieren, denn seine Elf habe „immerhin hinten die Null gehalten“. Auf die Frage nach dem Favoriten in der nächsten Begegnung redet Iorfida nicht um den heißen Brei herum: „Da reicht in Blick auf die Tabelle. Wir wissen, was auf uns zukommt.“ Sein Team siegte nämlich im Viertelfinale des Bezirkspokals beim SVK mit 2:1 nach Verlängerung. Der SVU fährt ohne Druck nach Kaisersbach. Der Spitzenreiter ließ sich auch von der Oberliga-Reserve der TSG Backnang nicht überraschen und holte sich mit einem 2:1 alle drei Punkte. In der Vorrunde verließen die Kaisersbacher mit einem 2:0-Erfolg das Spielfeld in Unterweissach.

SG Schorndorf – TSG Backnang II. Die Backnanger boten dem Titelanwärter aus Kaisersbach lange Zeit Paroli, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Mit 28 Punkten rangieren die Roten aber auf einem sicheren Platz im Mittelfeld. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, dass der Spitzenreiter mit Cleverness für sich entschied“, blickt der TSG-Teammanager Frank Abraham zurück. Er schiebt nach: „In Schorndorf wird es sicher nicht einfacher. Wir sind dort der Außenseiter.“ Die SG Schorndorf verlor beim TSV Sulzbach-Laufen mit 2:4 und hat als Dritter in der Tabelle nur noch eine geringe Chance auf die Vizemeisterschaft. Ein 2:2-Unentschieden wie in der Vorrunde wäre für die Hausherren sicherlich viel zu wenig.

VfL Winterbach – SV Steinbach. Steinbach war in der Vorwoche spielfrei und erkämpfte sich davor in Remshalden nach einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, da wir tolle Moral bewiesen haben“, sagt Hakan Keskin. Der Steinbacher Trainer war mit der Vorstellung seines Teams in der ersten Hälfte aber überhaupt nicht einverstanden. „Wir waren nicht kompakt, haben zu große Abstände gelassen und Remshalden viele gute Möglichkeiten zugelassen.“ Im zweiten Durchgang sei die Körpersprache seiner Schützlinge wesentlich besser gewesen. In Winterbach freut sich Keskin auf ein Wiedersehen „mit meinem Freund und Trainerkollegen Nicola Spina“. Nach dem 2:0-Vorrundensieg seiner Mannschaft erwartet der SVS-Coach nun ein intensives und hart umkämpftes Spiel im Remstal.

VfR Murrhardt – KTSV Hößlinswart. Nach der Niederlage in Unterweissach rutschten die Murrhardter mit 20 Punkten auf den drittletzten Tabellenplatz ab, der am Ende der Saison wahrscheinlich den Ligaverbleib nur über die Relegation bedeuten würde. Deshalb zählt für die Schützlinge von VfR-Trainer Markus Reule im Heimspiel nur ein Dreier. Hößlinswart verlor zu Hause gegen Korb mit 2:4, steht aber mit 31 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Im Hinspiel setzte sich die Murrhardter knapp mit 3:2 beim Aufsteiger durch und würden dieses Ergebnis gerne wiederholen.

TSV Leutenbach – TSV Sulzbach-Laufen. Die Sulzbacher kletterten mit dem Heimerfolg gegen Schorndorf auf den ersten Nichtabstiegsplatz und haben mit 20 Punkten den Kontakt zum hinteren Mittelfeld hergestellt. „Eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung brachte völlig verdient den Sieg. Mehr gibt es nicht zu sagen“, lautet das Resümee von Daniel Köger. Der Sulzbacher Angreifer mahnt seine Mitstreiter, sich auf den Lorbeeren nicht auszuruhen. „Sonst verlieren die vergangenen zwei Siege deutlich an Wert.“ Köger weiß zwar um die Favoritenrolle seiner Mannschaft, gibt aber zu bedenken: „Die wollen sicher die drei Punkte gegen uns holen, um die Chance auf den Klassenverbleib zu wahren.“ Fehlen wird bei den Gästen der verletzte Dominik Diener. Die angeschlagenen Simon Jäger und Julian Fritz werden jedoch im Kader stehen. Leutenbach ist mit zehn Zählern abgeschlagener Letzter und hat kaum noch eine Chance auf den Ligaverbleib. Am letzten Wochenende unterlag die Elf das Kellerduell beim Vorletzten in Fellbach mit 0:3 und auch im Hinspiel in Sulzbach wurde mit demselben Ergebnis verloren.

Weiter spielen: SC Korb – TSV Nellmersbach, SV Remshalden – SV Fellbach II (16 Uhr).