Schnaps raus aus den Supermarktregalen: Das fordert der Marburger Bund. Außerdem brauche es eine langfristige Präventionsstrategie, um den Alkoholkonsum zu senken.
Schnaps raus aus den Supermarktregalen: Das fordert der Marburger Bund (Symbolfoto).
Von red/KNA
Der Ärzteverband Marburger Bund spricht sich für einen besseren Jugendschutz beim Verkauf von Alkohol aus. "Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen ("Alkoholshops") erfolgen", beschloss der Verband am Sonntag bei seiner Hauptversammlung in Hannover. Der Verkauf von Spirituosen in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken sollte verboten werden.
Alkoholkonsum sei eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Besonders junge Menschen müssten besser geschützt werden, fordert der Marburger Bund. Er unterstützt auch Gesetzespläne des Bundesfamilienministeriums, das sogenannte begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen. In Begleitung einer sorgeberechtigten Person dürfen nach aktuell geltendem Recht Jugendliche schon ab 14 Jahren Bier, Wein und Sekt kaufen und konsumieren.
Präventionsstrategie gegen Alkoholkonsum
Der Marburger Bund sieht darüber hinaus die Notwendigkeit für eine bundesweite langfristig angelegte Präventionsstrategie, die Aufklärungskampagnen, die Stärkung von Suchtprävention an Schulen, den Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote und die Förderung wissenschaftlicher Forschung vorsieht.