Ulrich Siegmund (l), Spitzenkandidat der AfD und Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Spitzenkandidat der CDU diskutieren in der MDR-Wahlarena während der Sendung "Fakt ist!".
Eine aktuelle Insa-Erhebung sieht die AfD bei 43 Prozent und damit weit vor der CDU, die auf 22 Prozent kommt. Neben den Christdemokraten würden nach diesen Zahlen auch Linke, SPD und Grüne den Einzug in den Landtag schaffen, während BSW und FDP an der Sperrklausel scheitern. Unmittelbar vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt festigt die AfD laut einer neuen Insa-Umfrage im Auftrag von „Nius“ ihre Spitzenposition. Für die Erhebung wurden zwischen dem 26. August und dem 1. September insgesamt 1.000 wahlberechtigte Personen online befragt.
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Insa-Umfrage für Sachsen-Anhalt
Bereits eine vorangegangene Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF zeigte einen deutlichen Vorsprung der AfD, wenngleich der Abstand etwas geringer ausfiel: Dort kam die AfD auf 40 Prozent und die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze auf 23 Prozent. Auch in dieser Konstellation zogen Linke, SPD und Grüne ins Parlament ein, während BSW und FDP draußen blieben.
Wie verlässlich sind die Umfragen?
Allerdings wurde bei den letzten Wahlen der Wert für das BSW von den Umfrageinstituten mehrmals zu niedrig eingeschätzt. Bei einer Bandbreite von +/- 3 Prozent gelten Daten nah an der 5-Prozent-Hürde statistisch als relativ unzuverlässig. Der SPD könnte indes zugutekommen, dass sie als potenzieller „AfD-Verhinderer“ gilt. Sie ist nach aller Voraussicht wieder im Landtag vertreten. Die AfD selbst hatte in letzter Zeit meist im Mittel der Umfragen abgeschnitten. Sie dürfte demzufolge also irgendwo zwischen 40 und 43 Prozent landen. Ob sie mehr Mandate erreicht als alle anderen Parteien, ist aber fraglich. Das BSW könnte bei einem Einzug in den Landtag womöglich zum Zünglein an der Waage werden.
Wahlumfragen stellen grundsätzlich keine verlässliche Prognose für den tatsächlichen Wahlausgang dar, sondern spiegeln lediglich die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung wider. Da Wählerinnen und Wähler ihre Entscheidung zunehmend kurzfristig treffen und traditionelle Parteibindungen nachlassen, sind Umfragen stets mit methodischen Unsicherheiten behaftet. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei dieser Insa-Befragung bei 3,1 Prozentpunkten.