Stimmen zu Stuttgarter Kickers

Alzenaus Trainer Moro: „Ich fühle mich regelrecht um die Punkte betrogen“

Nach dem 3:0 der Stuttgarter Kickers in der Regionalliga gegen den FC Bayern Alzenau haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Alzenaus Trainer Moro: „Ich fühle mich regelrecht um die Punkte betrogen“

Die Kickers-Spieler sagen Danke bei Keeper Felix Dornebusch.

Von Jürgen Frey

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 3620 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen den FC Bayern Alzenau mit 3:0 gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Dass es kein Spaziergang wird, war von vornherein klar. Die Alzenauer sind ein unbequemer Gegner, der das als eines seiner Endspiele, als Highlightspiel ausgerufen hat. Dementsprechend sind sie aufgetreten. Wichtig war für uns, nach dem 0:1 gegen Kassel, schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Die spielentscheidenden Szenen haben wir uns auch erarbeitet. Unterm Strich stehen drei Tore, drei Punkte, zu Null gespielt – und deshalb sind wir sehr zufrieden. Sicher hätten wir in vielen Situationen besser Fußball spielen können, doch die Ausgangsposition nach dem Dämpfer gegen Kassel war auch nicht einfach. Die Erwartungshaltung, der Druck, das Spiel heute ziehen zu müssen – damit muss man erst einmal umgehen und das hat sich auch während des Spiels nicht richtig gelöst.“

Angelo Moro (Alzenaus Trainer): „Ich habe uns nicht als schlechtere Mannschaft gesehen, eher als die weniger glücklichere. Aber wir hatten das Pech an den Füßen und konnten die Tore nicht machen. Auch mit einem Mann weniger hatten wir Chancen auszugleichen oder zu verkürzen. Es sollte aber nicht sein. Ich muss es loswerden, über den Schiedsrichter etwas zu sagen. Es zerfrisst mich, dass wir Woche für Woche benachteiligt werden. Über den Elfmeter lässt sich streiten, aber dass ich als Schiedsrichter nach draußen funke, ob es eine Rote Karte war und der Linienrichter dann sagt, es ist Rot, die hätten Ballkontrolle, da fehlt mir das Verständnis. Ich habe das Gefühl, wir sind das Versuchskaninchen der Liga, dagegen habe ich was, dagegen wehre ich mich. Ich fühle mich regelrecht um die Punkte betrogen, sei es in Kassel, sei es hier. Nichtsdestotrotz werden wir weiter Gas geben – wir haben sieben Punkte Rückstand auf Freiburg.“

Maximilian Zaiser (Kickers-Spieler): „Ich habe lange auf meine Chance warten müssen, und es hat wieder richtig Spaß gemacht. Ich bin mit der Leistung der Mannschaft und auch meiner persönlichen Leistung sehr zufrieden. Ich habe den Elfmeter herausgeholt und die Rote Karte, das war spielentscheidend. In der zweiten Halbzeit hätten wir den Ball besser laufen lassen sollen, das haben wir nicht gut hinbekommen. Zum Glück hat, Dorne den Elfmeter so toll gehalten.“

Marlon Faß (Kickers-Spieler): „Das war ein zerfahrenes und nicht unser schönstes Spiel. Wir müssen einen anderen Anspruch haben. Wir hatten in Überzahl so viele Räume, die müssen wir besser nutzen und unsere Torchancen konsequenter verwerten. Dann können wir fünf, sechs Tore schießen.“

Vincent Schwab (Kickers-Spieler): „Alzenau hat wie erwartet alles reingehauen, es war klar, dass es nicht einfach wird. Wir haben aber genauso mit viel Power gespielt und verdient gewonnen. Der Elfmeter und die Rote Karte waren der Türöffner für uns.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Wir haben vor der Pause zu unsauber gespielt, Alzenau hat es aber auch richtig gut gemacht. Wir haben heute kein Riesenfeuerwerk abgebrannt, aber am Ende dann noch recht souverän mit 3:0 gewonnen.“

Felix Dornebusch (Kickers-Keeper): „Den Elfmeter habe ich zum richtigen Zeitpunkt gehalten. Die Jungs haben alles gegeben, doch wir haben uns zu viele einfache Fehler im Aufbau geleistet. Die Überzahl müssen wir besser ausspielen. Ein bisschen unzufrieden bin ich auch, dass wir einige Male einen Schritt zu spät kamen und brenzlige Situationen überstehen mussten. Aber ich muss sagen, Bayern Alzenau ist auch alles andere als Fallobst. Jetzt heißt es regenerieren und dann wollen wir auch am Ostermontag in Freiberg etwas holen.“

Alzenaus Trainer Moro: „Ich fühle mich regelrecht um die Punkte betrogen“

Marlon Faß jubelt über das 1:0.

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Marlon Faß war wie immer viel unterwegs.

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Kollektiver Kickers-Jubel.

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Christian Mauersberger zeigt Emotionen.