Ex-Bundesliga-Keeper Georg Koch verstirbt im Alter von 54 Jahren. Auch die SG Sonnenhof Großaspach trauert um ihren früheren Torwarttrainer und hat nur positive Erinnerungen.
Georg Koch als Torwarttrainer der SG Sonnenhof Großaspach in der Saison 2014/15.
Von Jürgen Frey
„Auch die Dorfklub-Familie trauert um Georg Koch. Georg war für unsere SG in der Drittliga-Premierensaison 2014/15 als Torwarttrainer aktiv und wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Danke für all’ das was du geleistet und gegeben hast! Ruhe in Frieden, Schorsch.“ Mit diesem Post verabschiedete sich Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach vom langjährigen Bundesliga-Torhüter.
Der Bergisch-Gladbacher starb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 54 Jahren. Im Jahr 2023 hatte Koch die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten – die Krankheit galt von diesem Zeitpunkt an als unheilbar.
Koch absolvierte für Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Kaiserslautern, den MSV Duisburg und Arminia Bielefeld insgesamt 213 Bundesliga-Spiele. Besonders bei der Fortuna, für die er zwischen 1991 und 1997 insgesamt 131 Partien absolvierte, hinterließ Koch einen bleibenden Eindruck – 1995 stieg er nach einem Durchmarsch aus der dritten Liga mit dem Team in die höchste deutsche Spielklasse auf.
„Er hat die Jungs optimal angepackt“
Auch bei der SG Sonnenhof hatte sich Koch höchsten Respekt erarbeitet. „Georg war hochprofessionell, er hat die Jungs optimal angepackt, war sich für nichts zu schade und hat sich auch mit enormer Leidenschaft um unseren Nachwuchs gekümmert“, erinnert sich der damalige Großaspacher Spielleiter Joannis Koukoutrigas im Gespräch mit unserer Redaktion.
In der Saison 2014/15 war der damals 42-jährige Koch als Nachfolger von Jörg Schlisske als Torwart-Trainer zur SG gekommen. Den Kontakt hatte der damalige SG-Spieler Josip Landeka (früher auch Stuttgarter Kickers) hergestellt, der Koch persönlich kannte. Chefcoach war seinerzeit zunächst Rüdiger Rehm, im Oktober 2014 löste ihn Uwe Rapolder ab, der im Februar 2015 wieder den Platz für Rehm (nun mit bestandener Fußball-Lehrer-Lizenz) freimachte.
Rapolder postete nach der Todesnachricht: „ Er war ein absolutes Original, der Schorsch. Ein Bär von einem Kerl, manchmal brummig, oft auch lustig, dann wieder sehr ernsthaft bei der Arbeit. Er hatte seine Ecken und Kanten, blieb sich selber treu, authentisch, ließ sich nicht verbiegen. Immer grade raus. Ein Typ halt, wie es nicht mehr viele gibt. Georg Koch. Mach es gut, Schorsch.“