Gegen Muslime und Islam

Australien entzieht Influencer Sammy Yahood wegen Hass-Posts das Visum

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein „Islamverbot“ fordert, darf das Land nicht betreten.

Australien entzieht Influencer Sammy Yahood wegen Hass-Posts das Visum

Die Entscheidung von Innenminister Tony Burke basiere auf der Einschätzung, dass Yahoods Social-Media-Posts Hass gegen Muslime und den Islam schürten (Archivbild).

Von red/KNA

Die australische Regierung hat dem jüdischen Social-Media-Influencer Sammy Yahood das Visum entzogen. Die Entscheidung von Innenminister Tony Burke basiere auf der Einschätzung, dass Yahoods Social-Media-Posts Hass gegen Muslime und den Islam schürten, berichtete der australische Sender SBS am Dienstag.

Die konservative „Australian Jewish Association“ (AJA) habe das Einreiseverbot verurteilt. Yahood war von der jüdischen Organisation zu Vorträgen in Synagogen und der Leitung von Selbstverteidigungskursen eingeladen worden.

Reise endet in Abu Dhabi

Der 25-jährige Yahood ist erklärter Islamgegner. In Israel veranstaltet er „Selbstverteidigungsworkshops“ und hat die Kampagne „Frieden durch Stärke“ gestartet. In seinen Posts in den sozialen Medien bezeichnet Yahood den Islam als „widerwärtig“ und fordert dessen Verbot.

Yahood war am Montag von Israel nach Australien aufgebrochen. Bei der Zwischenlandung in Abu Dhabi war ihm die Annullierung des Visums durch Australien mitgeteilt worden.

Der Influencer kommentierte seinen Fall in einer Serie von Posts auf der Plattform X. „Ich wurde unrechtmäßig aus Australien verbannt und werde rechtliche Schritte einleiten... Wir müssen die Tyrannei bekämpfen. PS: Legt euch nicht mit dem jüdischen Volk an“, hieß es in einem Post.

In einem weiteren schrieb der in Großbritannien aufgewachsene Yahood, er sei stolz darauf, als Zionist im jüdischen Staat Israel zu leben. „Ich wurde mehrfach körperlich angegriffen, nur weil ich für die Wahrheit, meine Identität, meine Werte und das jüdische Selbstverteidigungsrecht eingestanden bin.“ Er werde jetzt nicht aufgeben.