Mitten in den Pfingstferien

Auswärtiges Amt warnt vor Fahrten über den Brenner-Pass

Wer an diesem Wochenende über die Alpen möchte, der muss möglicherweise einen Umweg fahren. Der Brenner-Pass ist zu – wegen einer Demo.

Auswärtiges Amt warnt vor Fahrten über den Brenner-Pass

Stau am Brenner: Täglich passieren rund 32.000 Fahrzeuge die Strecke zwischen Österreich und Italien (Symbolbil).

Von Michael Bosch

Es sind nur acht Stunden, in denen die Strecke gesperrt ist. Mit der Brenner-Autobahn (A13) zwischen Österreich und Italien ist aber eben auch eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen betroffen. Die Route wird an diesem Samstag, 30. Mai, wegen einer Demo komplett dicht gemacht. Die Behörden und das Land Tirol weisen bereits seit Wochen auf die Behinderungen für Autofahrer hin.

Nun warnt auch das Auswärtige Amt vor „massivem Einschränkungen im Reiseverkehr am Brenner“. Demonstriert wird an diesem Samstag „gegen die Verkehrsbelastung im Tiroler Wipptal auf der A 13 Brenner Autobahn“, heißt es unter den offiziellen Reisehinweisen für Österreich.

Sperrung am Brenner: Nicht nur die Autobahn ist betroffen

Das Auswärtige Amt macht in diesem Zuge auf die verschiedenen Sperrungen aufmerksam, denn die Tiroler Landesregierung hat beschlossen, auch die Landes- und Bundesstraßen, die parallel zur Autobahn verlaufen zu schließen. Ein „Verkehrschaos“ solle verhindert werden, hieß es. Die Brenner-Autobahn A13 wird für Lastwagen bereits ab 9 Uhr gesperrt, für Autofahrer ist ab 11 Uhr kein Durchkommen mehr. Die Sperrung dauert bis 19 Uhr.

Die Sperrungen im Einzelnen:

Aufgrund des „ohnehin erhöhten Verkehrsaufkommens“ wegen der Pfingstferien seien in ganz Tirol Verkehrsbehinderungen zu erwarten, heißt es vom Auswärtigen Amt. Es empfiehlt, Tirol an dem Tag „weiträumig zu umfahren oder die Reisezeiten entsprechend anzupassen, da mit massiven Staus und Wartezeiten vor den Sperrpunkten sowie verstärkten Verkehrskontrollen zu rechnen ist“.

Sperrung am Brenner: Tiroler Landeshauptmann kommt zur Demo

Die Brenner-Autobahn ist seit Januar 2025 in beide Richtungen wegen eines mehrjährigen Sanierungsprojekts ohnehin nur noch einspurig befahrbar. Die Anrainergemeinden klagen seit Langem über die Verkehrsbelastung. Deshalb organisiert Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, als Privatperson die Demo. Er rechne mit „erheblichem Zulauf“, heißt es. Unter anderem habe der Tiroler Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) seine Teilnahme als Privatperson zugesagt.

Die Organisatoren der Demo fordern unter anderem einen modernen Lärmschutz und höhere Transitgebühren für Lastwagen, damit die Nutzung des Brenners für den Warentransport künftig weniger attraktiv werde. Nach Schätzungen dürften von der Sperrung mehr als 30.000 Fahrzeuge betroffen sein.