Die Bauarbeiten am Daimlersteg zwischen Großmarkt und dem Mercedes-Hauptsitz gehen in die nächste Phase.
Von Alexander Müller
Stuttgart - Es ist das nächste Nadelöhr auf einer der wichtigsten Hauptstraßen in der Landeshauptstadt. Sie saniert für 1,7 Millionen Euro den Daimlersteg zwischen dem Großmarkt in Wangen und dem Mercedes-Hauptsitz in Untertürkheim. Die heiße Phase startet voraussichtlich erst am 7. Juli, aber bereits von Dienstag, 2. Juni, bis Donnerstag, 4. Juni, müssen Autofahrer mit Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Sperrungen auf der B10 im Neckartal rechnen.
Nur eine Fahrspur in jede Richtung
Die Maßnahme ist in drei Abschnitte unterteilt. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass die Maßnahme bereits Anfang Mai und die Hauptphase Anfang Juni begonnen werden sollte. Dies wurde bewusst auf den 7. Juli verschoben, um Verkehrsprobleme bei großen Veranstaltungen zu vermeiden. Schließlich nutzen täglich rund 120.000 Fahrzeuge die B10 zwischen Zuffenhausen und Esslingen. „Berücksichtigt wurden unter anderem das Frühlingsfest, Fußballspiele oder der Stuttgart-Lauf“, erklärt Stadtsprecher Oliver Hillinger. Hinzu kämen die komplexen Anforderungen der Baustellenplanung. Generell „lassen sich verkehrliche Auswirkungen bei einem Projekt dieser Größenordnung aber nicht vermeiden“.
Bereits für die Einrichtung der anstehenden Arbeiten kommt es vom 2. bis 4. Juni zu erheblichen Beeinträchtigungen. „Der Verkehr auf der B10 wird teilweise einspurig geführt“, sagt Hillinger. Zudem sei in Fahrtrichtung Esslingen vorübergehend eine Vollsperrung notwendig. Autofahrer würden dann über die Anschlussstelle Untertürkheim umgeleitet. Zu den genauen zeitlichen Abläufen macht die Stadt keine Angaben.
In diesem ersten Schritt wird die Abfahrtsrampe von der B14 auf die B10 in Richtung Esslingen verschwenkt. Von 5. Juni bis 6. Juli sollen aber wieder zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen. Lediglich die Ausfahrt über den Langwiesenweg ist nicht möglich – auch für die täglich unzähligen Lastwagen vom Großmarkt.
Das ändert sich allerdings am 7. Juli mit dem Beginn der eigentlichen Sanierung des Daimlerstegs, der über die Bundesstraße und den Neckar führt. Bis zum Abschluss der Arbeiten Ende dieses Jahres steht auf der B10 nur noch eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung. Das gilt auch während der Pause der Brückensanierung in den Sommerferien. Diese Zeit nutzt das Regierungspräsidium Stuttgart für dringend notwendige Belagsarbeiten zwischen der Poststraße kurz vor dem Schwanenplatztunnel und dem Großmarkt. Zusätzlich muss für rund eine Woche die B10 in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt werden, die Umleitung führt über die Benzstraße
Steg seit drei Jahren gesperrt
Der Daimlersteg ist bereits seit drei Jahren aufgrund von massiven Schäden gesperrt. Mit der Sanierung stellt die Stadt die öffentliche Fußgängerbrücke als kürzeste Verbindung zwischen den beiden Ufern des Neckars wieder her. Der Steg wird in erster Linie von Mitarbeitern des Automobilkonzerns, aber auch von zahlreichen Spaziergängern sowie von Fußball-Fans auf dem Weg in die MHP-Arena genutzt. Parallel verlaufen zahlreiche Leitungen über das Brückenbauwerk, die der Energieversorgung dienen. Die Kosten von rund 1,7 Millionen Euro teilen sich daher die Stadt Stuttgart (943.000 Euro) und der Energieversorger EnBW.