Der Bitcoin-Kurs ist am Montag erneut unter die Marke von 70.000 US-Dollar gefallen. Doch was steckt hinter diesem Kursrutsch?
Der Bitcoin-Kurs fällt erneut unter die Marke von 70.000 US-Dollar. Erfahren Sie, welche Faktoren den Rückgang ausgelöst haben und wie Anleger reagieren.
Von Matthias Kemter
Nach einem kurzen Aufschwung am Wochenende, bei dem Bitcoin zeitweise über 72.000 US-Dollar gehandelt wurde, setzte am Montag Ernüchterung ein. Gewinnmitnahmen und eine allgemeine Unsicherheit an den Märkten haben den Kurs erneut unter Druck gesetzt. Gleichzeitig zeigt sich, dass Anleger zunehmend auf alternative Anlageklassen wie Edelmetalle setzen.
Wochenend-Erholung verpufft
Am Wochenende konnte Bitcoin kurzzeitig die Marke von 72.000 US-Dollar überschreiten, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Doch bereits am Montagmittag notierte die größte Kryptowährung bei 68.600 US-Dollar, was einem Rückgang von 2,3 % innerhalb von 24 Stunden entspricht. Auch der gesamte Kryptomarkt zeigte Schwäche, mit einem Rückgang der Marktkapitalisierung um 2,5 % auf 2,3 Billionen US-Dollar.
Angst dominiert den Markt
Ein zentraler Faktor für den Kursrückgang ist die anhaltende Unsicherheit unter Anlegern. Der Crypto Fear and Greed Index, der die Marktstimmung misst, verharrt trotz einer leichten Verbesserung weiterhin im Bereich "extremer Angst". Makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten sorgen dafür, dass Investoren vorsichtig bleiben und riskante Anlagen wie Kryptowährungen meiden.
Politische Impulse aus Japan verpuffen
Ein weiterer Grund für die kurzfristige Erholung am Wochenende war der sogenannte "Takaichi Trade". Der Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi hatte Hoffnungen auf ein umfangreiches Konjunkturpaket bzw. billiges Geld geweckt. Doch dieser Optimismus hielt nicht lange an, da die globalen Unsicherheiten weiterhin schwerer wiegen.
US-Finanzminister Scott Bessent distanziert sich von Kryptowährungen
Weiteren Druck bekommen Kryptowährungen durch die jüngsten Aussagen von Scott Bessent. Dieser hat in einer Anhörung vor dem Kongress klargestellt, dass die US-Regierung keine Maßnahmen ergreifen wird, um Bitcoin zu stabilisieren.
Technische und fundamentale Schwächen
Technische Warnsignale überschatten den Markt zusätzlich. Bitcoin befindet sich seit Wochen in einem Abwärtstrend und Analysten warnen vor weiteren Rückgängen. Die allgemeine Risikoaversion und Liquidationen verstärken den Druck. Zudem bleibt die fundamentale Lage angespannt, da die Marktteilnehmer weiterhin Kapital aus Kryptowährungen abziehen.
Fazit
Der Bitcoin-Kurs steht aktuell unter dem Einfluss mehrerer negativer Faktoren, darunter Gewinnmitnahmen, Marktunsicherheiten und technische Schwächen. Die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar wurde unterschritten, was die Nervosität der Anleger weiter verstärken könnte.