Bosnien darf noch hoffen

Die Mannschaft um VfB-Stürmer Ermedin Demirovic sichert sich den dritten Platz und hat noch Chancen auf das Weiterkommen.

Von sid

Seattle - Bosnien-Herzegowina kann weiter auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde bei einer WM hoffen. Die Mannschaft um Schalke-Torjäger Edin Dzeko und VfB-Stürmer Ermedin Demirovic bezwang Katar zwar nur mit Mühe 3:1 (2:1) – mit nun vier Punkten auf dem Konto stehen die Chancen auf das Weiterkommen als Dritter der Gruppe B nun jedoch gut, für Schlusslicht Katar ist das Turnier hingegen beendet.

Der zukünftige Leverkusener Kerim Alajbegovic (29.), Dzeko, der das Eigentor von Sultan Al-Brake (34.) erzwang, und Ermin Mahmic (80.) sorgten für den ersten Sieg der Bosnier, die in einem möglichen Sechzehntelfinale auch als deutscher Gegner infrage kämen. Für Katar erzielte Hassan Al-Haydos (42.) einen Treffer zum Abschluss. Dennoch muss sich der Wüstenstaat wie vor vier Jahren bereits nach der Gruppenphase aus dem Turnier verabschieden.

Die Bosnier erwischten einen guten Start und prüften Katars Keeper Mahmud Abunada gleich mehrmals. Doch die Mannschaft von Trainer Julen Lopetegui stabilisierte sich schnell und verteidigte kompakt. Bosnien fand keine Lücken und versuchte es vor allem aus der Distanz – Alajbegovic auch mit Erfolg. Wenig später ließ Dzeko die bosnischen Fans erneut jubeln: Einen Schuss des 40-Jährigen fälschte Al-Brake entscheidend ins eigene Tor ab. Doch der Favorit wurde in der Folge nachlässiger, Al-Haydos nutzte das eiskalt aus. Beim Schuss von Pedro Miguel (45.+3) rettete der Pfosten die Bosnier, Katar wurde mutiger. Nach der Pause war das Team um Dzeko wieder um Spielkontrolle bemüht, doch auch Katar ließ nicht nach. Der Underdog präsentierte sich weiter wachsam, lauerte auf Fehler des Gegners und versuchte selbst immer wieder Akzente zu setzen – allerdings ohne Erfolg.