Feiertage

Darf man an Ostern den Rasen vertikutieren?

Pünktlich im April zum Frühling wollen viele Gartenbesitzer einen perfekten und sattgrünen Rasen. Doch welche Gartenarbeiten sind an Feiertagen erlaubt?

Darf man an Ostern den Rasen vertikutieren?

Elektrisches Vertikutiergerät für gepflegten Rasen.

Von mic/red

Der Frühling ist da und mit den länger werdenden Tagen träumen viele Gartenbesitzer wieder von einem perfekten, sattgrünen Rasen ganz ohne Moos und Unkraut. Gerade das lange Osterwochenende bietet sich an, um den Garten auf Vordermann zu bringen. Doch bevor man schweres Gerät aus dem Schuppen holt, stellt sich eine wichtige Frage: Darf man am Karfreitag oder Ostermontag den Rasen vertikutieren oder mähen?

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Die Antwort auf die Frage hängt stark von der gewählten Methode ab. In Deutschland gilt am Karfreitag die gesetzliche Feiertagsruhe. Öffentlich bemerkbare Arbeiten, die die Ruhe des Tages beeinträchtigen, sind strengstens verboten.

Rasenmäher und Elektro-Vertikutierer an Feiertagen verboten

Wer also plant, den Rasenfilz mit einem elektrischen Vertikutierer zu entfernen, muss dieses Vorhaben verschieben. Solche lärmintensiven Tätigkeiten sind an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag untersagt. Gleiches gilt für den Einsatz von Rasenmähern, Motorsägen oder anderen lautstarken Geräten. Wer an diesen Tagen Lärm macht, riskiert Ärger mit der Nachbarschaft und sogar Bußgelder.

Ganz auf die Rasenpflege verzichten muss man an den Feiertagen aber nicht. Leichte und vor allem geräuschlose Arbeiten sind erlaubt, sofern sie niemanden stören. Wer seinen Rasen also per Hand mit einem Rechen vertikutiert und dabei keinen störenden Lärm verursacht, bewegt sich im erlaubten Rahmen.

Leichte Gartenarbeit am Feiertag erlaubt

Auch Unkraut jäten, Blumen gießen, Laub zusammenrechen oder das Säen und Pflanzen mit der Hand sind gestattet. Für alle lauteren Gartenprojekte bietet sich das Osterwochenende dennoch an, man muss sie lediglich auf den Karsamstag legen. Dieser Tag gilt als normaler Werktag, an dem auch elektrische Gartengeräte zum Einsatz kommen dürfen.

Wenn der richtige Tag für die intensivere Pflege gefunden ist, geht es an die Umsetzung für ein saftiges Grün. Ein tiefer, kräftiger Grünton sieht nicht nur schön aus, sondern zeigt auch, dass der Rasen gesund wächst, vor Bodenerosion schützt und Unkraut verdrängt. Für dieses intensive Grün ist bereits die Wahl des Saatguts entscheidend. Empfehlenswert seien Mischungen mit deutschem Weidelgras und Wiesenrispe, da diese Sorten eine hohe Widerstandsfähigkeit mit einer tollen Optik kombinieren – so die Empfehlung des Portals „MyHammer“.

Rasenmähen nie bei Nässe

Beim Mähen selbst sollte man im Frühjahr behutsam vorgehen. Die Grashalme dürfen nicht zu radikal gekürzt werden. Es ist besser, die Höhe schrittweise über mehrere Schnitte zu reduzieren, wobei nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal entfernt werden sollte. So wird der Rasen nicht unnötig strapaziert. Wichtig ist auch, dass der Rasen beim Mähen vollständig trocken sein sollte. Mäht man direkt nach einem Regenschauer oder bei starkem Tau, steigt das Risiko für einen Pilzbefall.

Rasen vertikutieren und nachsäen

Um den Rasen atmen zu lassen, ist das Vertikutieren ein essenzieller Pflegeschritt. Dabei wird die Schicht entfernt, die den Rasen ersticken und zu bräunlichen Verfärbungen führen kann. Nach dem Vertikutieren sollte der Boden durchlüftet werden, indem man kleine Löcher in die Erde sticht. Kahle Stellen können in diesem Zug direkt mit frischem Rasen nachgesät werden.

Tipps für gesunden Rasen im Frühling

Damit die Grünfläche auch an wärmeren Tagen nicht vergilbt, muss richtig bewässert werden. Bei trockenem und warmem Wetter lautet die Devise laut „MyHammer“, lieber selten, dafür aber sehr gründlich zu wässern. Das fördert das Wurzelwachstum in die Tiefe und macht den Rasen langfristig deutlich widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Mit der richtigen Planung und etwas Rücksicht an den Feiertagen steht einem perfekten Rasen im Sommer nichts mehr im Weg.