Fanreaktionen zum VfB Stuttgart

Der VfB und die zweite Halbzeit: „Jäger des verlorenen Fadens“

Der VfB bestritt am Dienstagabend sein drittes Spiel der diesjährigen Champions League-Saison. Die Fans auf X und Bluesky beschäftigte dabei vor allem ein altbekanntes Problem – obwohl der Punkt am Ende dankbar eingepackt wurde.

Der VfB und die zweite Halbzeit: „Jäger des verlorenen Fadens“

Der VfB Stuttgart lieferte gegen Atlético Madrid ein starkes Spiel – und hatte am Ende trotzdem das Gefühl, etwas liegen gelassen zu haben.

Von Robert Korell

Der VfB und die zweite Halbzeit – diese zwei Teile wollen in der Saison 2026/27 noch nicht so recht zusammenfinden. Nachdem der VfB besonders in der Bundesliga immer wieder Probleme hatte, hofften die Fans in der Champions-League auf Besserung. Und so stand auch das 1:1 gegen Atlético Madrid am Dienstagabend in der Diskussion online unter dem Motto „Jäger des verlorenen Fadens“, wie ein Fan auf Bluesky kommentiert. Mehr dazu später.

Denn schon bevor der Ball in der Partie des VfB Stuttgart rollte, gab es online auf den Nachrichtendiensten X und Bluesky ordentlich Gesprächsbedarf für die Anhänger der Stuttgarter.

Der Grund: Die Fans im Stadion hatten die Gäste aus Spanien mit einer imposanten Choreografie empfangen. „Champions League-Nächte sind magisch“, kommentiert etwa ein User die Darstellung auf Englisch einfach wie treffend.

Wie die Fans auf der Tribüne, so wussten auch die Spieler auf dem Feld direkt zu gefallen und legten bärenstark los! „Was ist das für ein Spiel vom VfB“, freut sich etwa ein Bluesky-Nutzer über die Leistungsdaten der ersten Halbzeit.

Der VfB konnte in der Folge über die gesamten 45 Minuten überzeugen. „Was für eine geile erste Halbzeit!“, jubelt eine Person auf X. Einziges Manko: Die Chancenverwertung denn: „Es muss eigentlich schon 3:0 stehen.“

Immerhin einen Treffer hatte der VfB aber in der ersten Halbzeit erzielt. Jamie Leweling traf sehenswert und löste im heimischen Stadion echte Jubelstürme aus. Offenbar auch bei den Fans auf X, von denen einer offenbar gar auf ein Knie geht: „Ich! Möchte! Dieses! Tor! Heiraten!“ Ob der Antrag angenommen wurde, blieb allerdings offen.

Damit ging es dann auch in die Pause. Die Fans zeigten sich zufrieden, feierten die Leistung des Teams. Ein User hatte gar eine „sensationell gute erste Halbzeit gesehen“. Eine erste Befürchtung kam jedoch auch auf: „Bitte kein Spannungsabfall in Halbzeit zwei, Jungs.“

Es sollte aber anders kommen und keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff sorgte Julian Álvarez für den Ausgleich für die Madrilenen. „I hanns befürchtet...“ kommentiert ein mitfiebernder Fan der Stuttgarter in sympathischer Mundart.

Ein anderer sah den Fehler sogar noch dramatischer: „45 gute Minuten in 60 Sekunden weggeworfen. Peak.“, kommentiert er. Zum Glück war das noch nicht das Ende vom Lied.

Denn nach dem Gegentreffer konnte sich der VfB wieder stabilisieren, weitere Chancen herausspielen – und fand sich plötzlich in Überzahl wieder, nachdem Hjulmand gegen Stiller zu hart und von hinten eingestiegen war. „Wow, das war mal so richtig rot!“, erkannten auch die Fans online goldrichtig. Zum Glück für die Stuttgarter blieb Mittelfelddirigent Stiller bei dem harten Foul unverletzt.

Wer über die vollen 90 Minuten eine grandiose Leistung abrief und die Mannschaft immer wieder nach vorne peitschte, waren die Fans im Stadion! Mit anhaltenden Gesängen und bekannter Wucht hätten sie auf jeden Fall noch weitere Tore verdient gehabt. „Junge! Die Fans! Absolute Gänsehaut!“, bringt ein Nutzer auf X den Support auf den Punkt.

In der Folge schafften es die Männer auf dem Rasen aber nicht mehr zwingend genug vor das Tor der Madrilenen, die sich stets leidenschaftlich dazwischen warfen. So sprach Deniz Undav nach der Partie von „zwei verlorenen Punkten“, obwohl der VfB mit etwas Abstand mit der eigenen Leistung zufrieden sein kann.

Für den VfB geht es bereits am Freitagabend in der Bundesliga weiter. Um 20.30 Uhr ist Borussia Mönchengladbach in der MHP Arena zu Gast. Dann wollen die Weiß-Roten auch im nationalen Wettbewerb die nächsten Punkte einsammeln.