Porsche Tennis Grand Prix

Die weltbesten Stars zu Gast in Stuttgart

Vom 11. bis 19. April schlagen die weltbesten Tennisfrauen wieder in Stuttgart auf. Nur einen Wermutstropfen haben die Veranstalter zu beklagen.

Die weltbesten Stars zu Gast in Stuttgart

Schlägt in Stuttgart auf: Jelena Rybakina, Nummer zwei der Welt und Siegerin von 2024.

Von Marco Seliger

Die Weltspitze der Tennisfrauen ist zu Gast in Stuttgart. Der Porsche Tennis Grand Prix vom 11. bis 19. April ist mal wieder ein Stelldichein der Topstars. „Die Spielerinnen kennen das spezielle Ambiente des Turniers und wissen, dass sie sich bei uns gut auf die French Open vorbereiten können“, sagt Anke Huber, die Sportliche Leiterin. Seit dem Jahr 2009 steigt das Turnier in der Porsche Arena auf Sand – in dieser Ausgabe geht es am Wochenende mit der Qualifikation los, ehe am Montag mit dem Hauptfeld der eigentliche Startschuss fällt. Wir bieten einen Überblick zu den wichtigsten Namen und Fakten.

Die Spielerinnen Die Dominatorin ist nicht dabei. Aryna Sabalenka, Nummer eins der Weltrangliste, hat ihre Teilnahme in Stuttgart kurzfristig abgesagt. Noch im März hatte die Belarussin in den USA hintereinander die Turniere von Indian Wells und Miami gewonnen. „Leider ist aber nach dem Turnier in Miami eine Verletzung aufgetreten, aufgrund derer ich seither nicht mehr trainieren konnte“, teilte Sabalenka mit. Was der 27-Jährigen genau fehlt, ist unklar. Besonders bitter: In Stuttgart hat Sabalenka noch eine Rechnung offen – sie stand bei ihren fünf Teilnahmen zwar viermal im Endspiel, gewann aber noch nie den Titel.

Auch in diesem Jahr also wird eine Konkurrentin am Neckar siegen – Top-Favoritin ist nun die Weltranglistenzweite und amtierende Australian-Open-Siegerin Jelena Rybakina aus Kasachstan. Auch die Nummer drei und vier der Welt haben gemeldet: Coco Gauff aus den USA und Iga Swiatek aus Polen. Insgesamt sechs Top-Ten-Spielerinnen der Weltrangliste schlagen in Stuttgart auf, darunter sind die Ukrainerin Elina Svitolina (Nummer 7) und die Italienerin Jasmine Paolini (8).

Die Deutschen Die deutschen Farben vertreten die gebürtige Filderstädterin Laura Siegemund, Siegerin von 2017, Eva Lys, Ella Seidel und Noma Noha Akugue. Das Quartett geht mit einer Wildcard für das Hauptfeld an den Start. Ohne diesen Kniff der Veranstalter hätte jede der vier Deutschen beim elitär besetzten Tennis Grand Prix erst die Qualifikation bestreiten müssen.

In den Jahren 2015, 2016 und 2017 gab es mit den beiden Erfolgen von Angelique Kerber und dem Coup von Lokalmatadorin Siegemund drei Heimsiege nacheinander. Doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Die Hamburgerin Eva Lys, die im vergangenen Jahr völlig überraschend ins Achtelfinale der Australian Open einzog und schon einmal die Nummer 39 der Welt war, ist inzwischen auch aufgrund von Knieproblemen auf Platz 75 abgerutscht.

Das Preisgeld Das Turnier in Stuttgart ist mit etwas mehr als einer Million Euro dotiert. Die Siegerin des Endspiels am 19. April bekommt 161 310 Euro – und traditionell einen Sportwagen des Namenssponsors.

Die Tickets Von Donnerstag bis zum Final-Sonntag ist die Porsche-Arena bereits ausverkauft, für den Mittwoch gibt es nur noch Restkarten. Tickets gibt es unter der Telefonnummer 0711/2 555 555.

Das Fernsehen Eurosport und Sky übertragen live aus Stuttgart. Die Eurosport-Übertragung beginnt mit einem Match an diesem Montagabend. Von Dienstag an stehen dann immer jeweils zwei späte Spiele ab 17 Uhr, am Samstag und Sonntag die Halbfinals und das Finale auf dem Programm. Im Stream im Netz ist das Angebot umfassender. Beim Pay-TV-Sender Sky werden alle Center-Court-Matches und im Stream alle Matches live gezeigt.

Die Historie Der Tennis Grand Prix ist eines der ältesten Turniere auf der Damentour. Erstmals wurde er im Jahr 1978 ausgetragen – damals noch in der Anlage im Weilerhau in Filderstadt-Plattenhardt. Es entstand auf Initiative des Drogeriebesitzers Dieter Fischer. Erste Siegerin war die erst 15 Jahre junge Tracy Austin, die später zur Nummer eins aufsteigen sollte. Weitere große Namen siegten auf den Fildern, wie Martina Navratilova, Pam Shriver, Gabriela Sabatini, Martina Hingis, Mary Pierce und Lindsay Davenport. 2002 gab Fischer die Turnierleitung aus Altersgründen an Porsche ab. Vier Jahre später folgte der Umzug nach Stuttgart, wo sich mit Julia Görges, Angelique Kerber und Laura Siegemund drei weitere deutsche Spielerinnen nach Anke Huber in die Siegerliste eintragen konnten. Huber gewann den Grand Prix zweimal: 1991 besiegte sie im Finale Martina Navratilova und 1994 Mary Pierce.