Der beliebte Spielwarenhändler Rofu-Kinderland schließt nach Planinsolvenz mindestens einen Standort in Baden-Württemberg – Räumungsverkauf bis Juli.
Vor dem endgültigen Aus im Juli gibt es in den betroffenen Rofu-Filialen noch Schnäppchen (Symbolbild/Archiv).
Von Michael Maier
Das Spielzeug-Drama nimmt kein Ende: Nach wirtschaftlichen Hiobsbotschaften im Frühjahr ist es nun amtlich: Der beliebte Spielwarenhändler Rofu Kinderland schließt zahlreiche Filialen – auch in Baden-Württemberg trifft es mindestens einen Standort.
Albstadt-Filiale vor dem Aus
Während ein Investor in letzter Minute große Teile der insolventen Kette retten konnte, müssen mehr als 20 Geschäfte für immer ihre Türen schließen. In Albstadt-Ebingen heißt es bald: Schlussverkauf statt Kinderlachen! Die traditionsreiche Filiale wird trotz des kaufkräftigen Umfelds in Baden-Württemberg aufgegeben.„Wo sollen wir jetzt die Geburtstagsgeschenke für die Kleinen kaufen?“, wird in der Stadt gefragt.
Rofu-Kinderland setzt hunderte Mitarbeiter auf die Straße
Das Drama hinter den Kulissen ist noch größer: Mehrere hundert Angestellte verlieren ihren Job. Besonders hart trifft es Teilzeitkräfte und Aushilfen, die nun vor einer ungewissen Zukunft stehen. In der Unternehmenszentrale im Kreis Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) wird ebenfalls kräftig Personal abgebaut.
Räumungsverkauf bei Rofu läuft
Wer noch ein Schnäppchen ergattern will, muss sich beeilen: In den betroffenen Filialen läuft bereits der große Ausverkauf. Nur noch bis Juli können Kunden hier zuschlagen, dann ist endgültig Schluss.
Neben Albstadt trifft es auch Standorte in Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Städte wie Ansbach, Kaiserslautern und Halle an der Saale müssen künftig ebenfalls ohne den beliebten Spielzeughändler auskommen. Ob weitere Standorte in Baden-Württemberg auf der Streichliste stehen, war zunächst unklar. Rofu hält sich bedeckt und hat bislang keine vollständige Liste der Filialschließungen veröffentlicht.