Die rnv GmbH (Mannheim/Heidelberg) und die SWU Verkehr GmbH in Ulm haben Haustarifverträge. Doch in Stuttgart, Karlsruhe, Esslingen und weiteren Städten droht womöglich Streik.
Legt Verdi am Freitag wieder den ÖPNV lahm?
Von Michael U. Maier
Wenn die Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Freitag/Samstag, 27./28. Februar, zum Warnstreik aufruft, brauchen Pendler womöglich starke Nerven – obwohl für Baden-Württemberg mit Städten wie Karlsruhe und Stuttgart zunächst noch keine Entscheidung gefallen war. Inzwischen ist bekannt, dass Verdi den möglichen Streik auf die erste Märzwoche verschiebt und gleichzeitig ein Ultimatum stellt.
Schon Ende Januar standen die Räder in vielen kommunalen Verkehrsbetrieben im Ländle still.
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Doch welche Städte mit schienengebundenem Nahverkehr (also Straßenbahnen und Stadtbahnen) hat es beim letzten Mal getroffen – und welche nicht? Und auf was muss man sich im März gegebenenfalls einstellen?
ÖPNV-Streik in Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe & Co.?
Beim letzten landesweiten Verdi-Streik im kommunalen Nahverkehr lag der Fokus auf den Betrieben, die unter den Manteltarifvertrag des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) Baden-Württemberg fallen. Insgesamt wurden sieben Städte bestreikt: Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz.
Da Baden-Baden, Esslingen und Konstanz den Nahverkehr jedoch rein über Busse abwickeln, bleiben genau vier Städte mit schienengebundenem Nahverkehr übrig, die vom Streik lahmgelegt wurden und auch dieses Mal wieder besonders stark betroffen wären.
Drohender ÖPNV-Streik in Baden-Württemberg
Kein Streik in Mannheim, Heidelberg und Ulm
Wer sich in Baden-Württemberg auskennt, wird sich fragen: Was ist mit den Straßenbahnen der Rhein-Neckar-Region oder in Ulm?
Hier gab es beim letzten Streik Entwarnung für die Fahrgäste:
S-Bahn Stuttgart nicht vom Streik betroffen
Ein Verdi-Streik im Ländle würde vor allem die großen kommunalen Betriebe des KAV hart treffen. Wer in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn oder Freiburg auf die Schiene angewiesen ist, sollte an Streiktagen definitiv das Homeoffice bevorzugen oder aufs Fahrrad umsteigen.
Die Deutsche Bahn (DB) und die S-Bahn Stuttgart werden indes nicht bestreikt und können im Ernstfall einen Teil der Ausfälle bei Stadtbahnen und Bussen kompensieren.