Deutsche Bahn greift durch

Drei Bahnhöfe in Baden-Württemberg sollen zügig sauberer und sicherer werden

Die Deutsche Bahn will das Sicherheitsempfinden und das Erscheinungsbild von Bahnhöfen mit einem Sofortprogramm verbessern. Welche Bahnhöfe im Südwesten profitieren.

Drei Bahnhöfe in Baden-Württemberg sollen zügig sauberer und sicherer werden

Die Deutsche Bahn will Bahnhöfe zu sicheren und sauberen Orten machen.

Von Philip Kearney

Die Deutsche Bahn startet 2026 eine bundesweite Sauberkeits- und Sicherheitsoffensive. Das gab der Konzern in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach sollen in den kommenden Wochen und Monaten deutschlandweit 25 Bahnhöfe von einem Sofortprogramm profitieren.

Dieses umfasst nach Angaben der Deutschen Bahn mehr Sicherheitskräfte, zusätzliche Reinigungen und schnellere Reparaturen an den Bahnhöfen. So will die Bahn für ein „besseres Sicherheitsempfinden und ein sauberes Erscheinungsbild“ sorgen, damit sich Fahrgäste „willkommen und sicher fühlen“.

Mehr Sicherheit, weniger Verwahrlosung

Die Deutsche Bahn investiert nach eigenen Angaben 50 Millionen Euro zusätzlich für die Reinigung und Sicherheit der Bahnhöfe. Konkret sollen vor allem an den meistbesuchten Bahnhöfen mehr DB-Sicherheitskräfte auf Streife unterwegs sein, doppelt so viele Bahnhöfe (1400 statt 700) beim sogenannten Frühjahrsputz gereinigt werden als im Vorjahr – diese Bahnhöfe sollen in den nächsten Wochen bekanntgegeben werden – und 44 mobile DB-Handwerkerteams zusammengestellt werden, die künftig zügig kleinere Reparaturen an Bahnhöfen vornehmen.

„Damit soll es künftig schneller gehen, hier eine Glasscheibe auszutauschen, dort Graffiti zu entfernen oder auch einfach mal eine Vitrine zeitnah und zügig zu reparieren“, erklärt Bahn-Chefin Evelyn Palla. Zudem arbeite der Konzern mit der Bundespolizei daran, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind bundesweit derzeit insgesamt 11.000 Kameras an rund 1000 Bahnhöfen im Einsatz.

Drei Bahnhöfe im Südwesten unter 25 Auserwählten

Doch welche Bahnhöfe profitieren von dem Sofortprogramm? Neben großen Bahnhöfen wie dem Berliner oder Hamburger Hauptbahnhof sind auch drei Bahnhöfe aus Baden-Württemberg unter den 25 Auserwählten: der Hauptbahnhof in Mannheim, der Hauptbahnhof in Reutlingen und der Bahnhof in Schwäbisch Gmünd. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion die Auswahl der Bahnhöfe: „Die 25 Bahnhöfe repräsentieren Beispiele aus allen Bundesländern und sowohl große Bahnhöfe der Metropolregionen als auch mittlere und kleinere Stationen aus dem ländlichen Raum.“

Bei den 25 Bahnhöfen soll es jedoch nicht bleiben. Nach Angaben der Deutschen Bahn soll das Sofortprogramm im Laufe des Jahres auf weitere Bahnhöfe ausgerollt werden. „An welchen weiteren Bahnhöfen wir Maßnahmen für mehr Sicherheit und Sauberkeit ergreifen, kommunizieren wir zeitnah“, so die Sprecherin.

Keine schnelle Besserung in Sachen Pünktlichkeit in Sicht

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte in seiner Bahn-Strategie vergangenes Jahr drei Sofortprogramme gefordert: Neben der Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sollen auch die Kundenkommunikation und der Komfort in den Fernverkehrszügen schnell verbessert werden. Zwei weitere Sofortprogramme sollen daher in Kürze folgen.

Beim Thema Pünktlichkeit müssen sich die Fahrgäste jedoch noch längere Zeit gedulden. Denn hier ist keine zeitnahe Besserung in Sicht. Daraus macht auch Bahn-Chefin Palla keinen Hehl. Die Pünktlichkeit bleibe durch „ein enormes Bauaufkommen“ auch 2026 eine Herausforderung.