Bombe in Neu-Ulm

Entschärfung und Evakuierung von Blindgänger am Donnerstag

Im Pfuhler Ried kommt es nach Juli und August zu einer dritten Bombenentschärfung: Am 3. September rücken erneut die Spezialisten aus München an.

Entschärfung und Evakuierung von Blindgänger am Donnerstag

Im Juli war die erste Entschärfung, nun steht bereits die dritte an.

Von Magdi Aboul-Kheir

Aller guten Entschärfungen sind drei? Auf jeden Fall ist bei den Sondierungsarbeiten im Pfuhler Ried erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Erneut handelt es sich um eine 126 Kilogramm schwere Splitterbombe. Und sie soll erneut durch das Sprengkommando München entschärft und geräumt werden: am Donnerstag (3. September). Das teilt die Stadt Neu-Ulm mit.

Aufgrund der Entschärfung wird die Bahnstrecke Ulm-Augsburg wieder gesperrt werden müssen: Gegen 14 Uhr wird das sein und dann eben so lange dauern, wie Entschärfung, Bergung und Abtransport brauchen. Die Stadt Neu-Ulm rechnet mit einem Ende der Maßnahme gegen 16 Uhr. Anschließend werden die Sperrungen aufgehoben und der Bereich wieder freigegeben.

Bahnstrecke wird gesperrt, die B10 ist diesmal nicht betroffen

Die B10 wird diesmal nicht betroffen sein, „auch das Industriegebiet nicht“, wie Ordnungsamtsleiter Thomas Nägele sagt; diese Bombe liege mehr Richtung Nersingen, rundherum liegen nur landwirtschaftliche Flächen. „Das sollte diesmal eher unspektakulär werden“, schätzt Nägele den Vorgang ein.

Für die Dauer der Entschärfungsmaßnahmen wird die Stadt einen Sperr- und Evakuierungsbereich von 500 Metern rund um den Fundort einrichten. Die Evakuierung beginnt um 10 Uhr. Bereits ab dann dürfen der Fundort und der umliegende Bereich aufgrund der Vorbereitungsarbeiten nicht betreten oder befahren werden. Denn sonst gefährde man nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die aller Beteiligten.

Die Stadt teilt das ganz deutlich mit: „Der Aufenthalt sowie das Betreten und Befahren des Sperr- und Evakuierungsbereichs sind bis zum Abschluss der Maßnahmen verboten. Auch der Betrieb privater Fluggeräte (wie beispielsweise Drohnen) ist im Räumbereich untersagt.“ Die Stadt Neu-Ulm appelliert eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht zum Einsatzbereich zu kommen und das Gebiet während der Maßnahmen weiträumig zu meiden.

Gezielte Untersuchung des Pfuhler Rieds

Im Pfuhler Ried hat es in diesem Sommer bereits zweimal Entschärfungen von alten Fliegerbomben gegeben. Am 16. Juli war eine Bombe entschärft worden, eine zweite musste kontrolliert gesprengt werden. Am 11. August machte das Sprengkommando München dann gleich fünf US-Splitterbomben erfolgreich unschädlich.

Das Gebiet war in den vergangenen Monaten gezielt untersucht worden. Im Zweiten Weltkrieg hatte es dort zwei Militärflugplätze gegeben, die bombardiert wurden; dazu hatte die Stadt neues Kartenmaterial erhalten.

Die jetzige dritte Entschärfung wird „aller Voraussicht nach die vorerst letzte sein“, sagt Nägele. Denn die Sondierung sei damit vorerst abgeschlossen, ein großer Teil des betroffenen Areals – rund elf Hektar – mittlerweile untersucht worden.