Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche beteiligt seine Aktionäre auch in diesem Jahr in Form einer Dividende an den Geschäftsergebnissen. Wie hoch diese diesmal ausfällt.
Mit Porsche ging es jahrelang hoch hinaus – nun rutschte das Unternehmen beinahe in die roten Zahlen.
Von Klaus Köster
Die Dividende ist die Gegenleistung des Unternehmens für die Überlassung von Eigenkapital durch die Aktionäre, die dafür keine feste Verzinsung erhalten. Ihre Höhe orientiert sich insbesondere am Gewinn und an der Höhe der erwirtschafteten Barmittel des vorausgegangenen Jahres.
Für das Jahr 2025 empfiehlt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung bei Porsche, eine Dividende von genau einem Euro pro Vorzugsaktie auszuschütten. Das sind 57 Prozent weniger als im Vorjahr. Für das Jahr 2024 hatten die Anleger 2,31 Euro pro Vorzugsaktie erhalten – den gleichen Betrag wie im Jahr zuvor, als die Ausschüttung mehr als verdoppelt worden war.
Strategie und China-Geschäft belasten Porsche-Ergebnis
Der Autohersteller hatte im vergangenen Jahr ein stark eingebrochenes Ergebnis eingefahren. Das lag nicht zuletzt an den schlechten Geschäften in China und an den hohen Kosten für den Wechsel der Strategie, die zu stark auf die Elektromobilität gesetzt hatte.
Für die Weiterentwicklung von Verbrennerfahrzeugen und die Kürzung der Batterieaktivitäten – etwa in Form der Schließung der Cellforce-Fabrik in Kirchentellinsfurt – muss das Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen.
So funktioniert die Ausschüttung der Dividende
Freie Aktionäre halten Vorzugsaktien, die entgegen des Namens kein Stimmrecht bei der Hauptversammlung verbriefen, dafür aber bei der Dividende bevorzugt werden. Die Stammaktien der Porsche AG, deren Eigentümer auf der Hauptversammlung ein Stimmrecht besitzen, gehören der Porsche-AG-Muttergesellschaft Volkswagen AG und der Porsche SE, die ihrerseits die Volkswagen AG kontrolliert.
Anlässlich der Bekanntgabe der Geschäftszahlen veröffentlichen Unternehmen den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Dividende. Den eigentlichen Beschluss fasst erst die Hauptversammlung, die dem Vorschlag in aller Regel folgt. Die Auszahlung der Dividende erfolgt dann wenig später.