Sperrung am Flughafen Nürnberg

Erst eine Drohne, dann Eurofighter-Einsatz – Polizei gibt Entwarnung

Nach einem möglichen Luftnotfall in einem Flieger aus Griechenland steigen Eurofighter auf, die Polizei sperrt den Nürnberger Flughafen. Kurz darauf wird Entwarnung gegeben. Was bisher bekannt ist.

Erst eine Drohne, dann Eurofighter-Einsatz – Polizei gibt Entwarnung

Ein Einsatz am Flughafen Nürnberg gibt Rätsel auf. Zumindest ist die potenziell unmittelbare Gefahr jetzt vorüber.

Von Markus Brauer

Nach der Sperrung des Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg wegen eines möglichen Luftnotfalls hat die Polizei Entwarnung gegeben. „Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht“, hat die Polizei mitgeteilt.

Die Ermittlungen zur Ursache für den Alarm laufen. Details nennen die Ermittler zunächst nicht. „Die Passagiere sind noch drin“, sagt ein Polizeisprecher kurz nach der Entwarnung. „In dem Flugzeug ist alles in Ordnung. Den Passagieren geht es gut, den Piloten geht es gut.“

Der Airport in Bayerns zweitgrößter Stadt war am Dienstagmorgen (13. Oktober) gesperrt worden, nachdem eine mögliche Luftnotlage aus einem von der griechischen Insel Korfu kommenden Linienflieger gemeldet worden war. Ein Flughafensprecher erklärte später, der Flieger sei sicher gelandet.

Die Mitteilung auf der Webseite des Airports war kurz und knapp: „Aufgrund einer Luftnotlage ist der Flugbetrieb derzeit eingestellt. Der Flug XR 456 von Korfu nach Nürnberg ist mittlerweile sicher gelandet. Weitere Infos folgen.“

„Mutmaßliche Notlage“

„Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt“, erklärte ein Polizeisprecher. Wie viele Einsatzkräfte den Flughafen abriegelten, konnte er zunächst nicht sagen. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.

Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Ein Flughafensprecher teilte mit, der Flieger sei sicher gelandet. Zuvor hatte es einen Notfallcode gegeben. Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht.

Die Passagiere des Fliegers befanden sich nach Polizeiangaben nach der Landung zunächst weiter in dem Flieger. „Wir überprüfen, ob an und in dem Flieger alles in Ordnung ist“, teilte ein Polizeisprecher zum Vorgehen der Einsatzkräfte mit. Details zu den Einsatzzahlen wollte er nicht nennen, es seien aber Spezialkräfte beteiligt gewesen.

Am frühen Morgen hatte es bereits eine mögliche Drohnensichtung am Flughafen Nürnberg gegeben. Drei Piloten hatten unabhängig voneinander beim Start- oder Landevorgang ein Objekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte, wie die Polizei mitteilte.

Zuvor Beeinträchtigung wegen möglicher Drohnensichtung

Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.

Während des ersten Einsatzes kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Flugbetriebs. Nach Angaben eines Flughafensprechers waren sechs Flüge verspätet - zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zudem mussten zwei ankommende Maschinen vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihren Flug nach Nürnberg danach jedoch fortsetzen. Ob die beiden Vorfälle in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar. (mit dpa)