Tödlicher Unfall in Málaga: Beim Entladen von Stieren für die „Corrida Picassiana“ wird ein ehemaliger Matador von einem Tier aufgespießt und stirbt noch vor Ort.
Tödlicher Vorfall bei den Vorbereitungen für einen Stierkampf in Erinnerung an Pablo Picasso in Spanien. (Symbolbild)
Von red/afp
Tödlicher Vorfall bei den Vorbereitungen für einen Stierkampf in Erinnerung an Pablo Picasso in Spanien: Beim Entladen der Tiere von einem Lastwagen in Málaga wurde einer der Helfer, ein landesweit bekannter früherer Matador, von einem Stier aufgespießt. Ricardo Ortiz sei dabei tödlich verletzt worden, teilten die Veranstalter am Samstag mit.
Die „Corrida Picassiana“ in Erinnerung an Picasso sollte am Samstagabend stattfinden. Die Tiere dafür wurden am Freitagabend zur Arena La Malagueta gebracht, bei ihrer Entladung kam es zu dem tödlichen Zwischenfall. Der getötete 51-jährige Ortiz stammt aus einer Familie mit langer Stierkampf-Tradition. Der Matador hatte sich vor über zwanzig Jahren aus der Arena zurückgezogen, war aber weiterhin in die Betreuung der Stiere in Málaga eingebunden.
Tradition mit umstrittener Zukunft
La Malagueta hat Platz für etwa 9000 Zuschauer. Bei der für Samstagabend geplanten „Corrida Picassiana“ werden traditionell die Arena, die Dekorationen und die Kostüme der Matadore von den Werken des weltbekannten Malers inspiriert, der in Málaga geboren wurde und ein großer Stierkampf-Fan war.
In Spanien finden jährlich rund 1500 Stierkämpfe statt, die oft mit religiösen Festen zusammenfallen. Ihre Zahl ist laut offiziellen Angaben jedoch rückläufig. Gegner bezeichnen die Veranstaltungen als barbarisch, Befürworter verteidigen sie als tief verwurzelte Tradition.