Ex-Schiedsrichter Urs Meier lebt in Spanien und hatte geplant, einen der verunglückten Züge zu nehmen. (Archivbild)
Von Ole Rockrohr
Der ehemalige Schiedsrichter und Fernsehkommentator Urs Meier ist nach eigenen Angaben nur knapp der Zugkatastrophe in Spanien entgangen. Wie Meier bei Instagram in einer Story schilderte, wäre er mit seiner Familie beinahe in einen der beiden Züge gestiegen, die bei dem Unglück kollidierten.
Urs Meier entscheidet sich spontan für einen anderen Zug
Wie Meier dem schweizer Portal „20 Minuten“ sagte, wollte die Familie von ihrem Wohnort in Andalusien aus mit dem Zug zu einem Ausflug aufbrechen. Nach seinen Angaben wäre es fast genau dieser Zug geworden. Dann entschied sich die vierköpfige Familie jedoch um, weil die Tickets für diesen Zug teurer gewesen seien. Meier erklärte, dort seien viele Geschäftsleute gewesen, deshalb habe sich die Familie für einen späteren und günstigeren Zug entschieden.
Während der Fahrt mit diesem späteren Zug musste der Zug außerplanmäßig anhalten. Erst dann erfuhr die Familie, dass auf der Strecke bei Madrid etwas passiert war. Auf Instagram nahm Meier bei dem Halt ein Video auf und sagte, Glück und Pech lägen manchmal ganz nah beieinander. Zudem schilderte er, dass genau auf dieser Strecke ein großer Unfall passiert sei und zwei Züge ineinander gefahren seien. Zu diesem Zeitpunkt hoffte er nach eigenen Worten noch, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien.
Erst später wurde für ihn das ganze Ausmaß des Unglücks deutlich. Nach jüngsten Informationen starben bei dem Zugunglück am Mittwoch mindestens 69 Menschen, viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Meier sagte, zunächst sei die Familie erleichtert gewesen, nicht in diesem Zug gesessen zu haben. Danach habe das Mitgefühl mit den Trauernden eingesetzt. Nachdem in ersten Mitteilungen noch von wenigen Opfern die Rede war, stieg die Zahl später immer weiter an.
Auch seine Frau Andrea reagierte auf die Instagram-Story. Sie schrieb dort, die Familie habe wirklich unglaubliches Glück gehabt. Zugleich äußerte sie sich tief betroffen über das Geschehen und erklärte, die Gedanken der Familie seien bei allen Betroffenen und deren Angehörigen.
Derzeit laufen noch immer die Bergungsarbeiten an. Rund 200 Soldaten der militärischen Katastrophenschutzeinheit UME arbeiten gemeinsam mit der Guardia Civil und zivilen Rettungskräften rund um die Uhr am Unglücksort. In der Nacht gelang es, einen der vom Bahndamm gestürzten Waggons zu versetzen. Ein weiterer umgestürzter Waggon muss noch geborgen werden – dort werden möglicherweise noch weitere Opfer befürchtet.