Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt.
An Bord einer Flydubai-Maschine auf dem Weg nach Tel Aviv soll einer der Piloten den anderen mit einem Messer verletzt haben. Dies berichteten verschiedene israelische Medien unter Berufung auf Passagiere des Flugzeugs. Eine Israelin erzählte dem TV-Sender N12, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe „Schreie und Panik“ gegeben. „Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer“, sagte sie. Es gehe den Passagieren der Maschine inzwischen gut. „Die Situation hätte aber auch anders enden können“, sagte sie.
„Wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden“
Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“
Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Dafür gab es aber zunächst keine offizielle Bestätigung. Zunächst hatte es geheißen, der Pilot sei russischer und der Copilot ukrainischer Herkunft.
Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt. Laut Medienberichten geht man in Israel von einem möglichen versuchten Terroranschlag aus. Zunächst war nur von einem Streit unter den Piloten als Grund für die Notlandung in Saudi-Arabien berichtet worden. Rund 180 israelische Passagiere warten nun auf ihre Heimreise. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.