Die Fanszenen des VfB Stuttgart und des Hamburger SV beeindruckten mit einer eindrucksvollen Choreografie und gegenseitigem Respekt.
Von Philipp Maisel
Wenn sich zwei der größten und relevantesten Fanszenen Deutschlands in einem Spiel begegnen, ist das Aufeinandertreffen oft von Respekt geprägt. Das gilt für die Szenen des Hamburger SV und des VfB Stuttgart ganz besonders. Zu bemerken war das unter anderem in der letzten Saison, als beide Szenen gemeinsam eine Kundgebung vor der Nordkurve durchführten und für Fanrechte demonstrierten.
Beim Spiel an diesem Samstag waren die Vorzeichen anders – nämlich nicht von Protestnoten geprägt. Der HSV zeigte eine große Blockfahne „Forever Urban, Forever Castaways, Forever Ultras“, dazu wurden Tausende schwarze Papptafeln gezeigt, dann wurde ein riesiges Konterfei in einem Castaway-Trikot ausgerollt. Dazu gab es Pyrotechnik zu sehen.
Beim VfB hatte man sich ebenfalls etwas ausgedacht und jede Menge Material mitgebracht. Allerdings zeigte man die Choreografie nicht zeitgleich, sondern ließ den Kontrahenten den Platz für deren Show. Ebenfalls eine Respektbekundung.
Oberrang und Unterrang des Gästebereichs erstrahlten erst etwas später in einem weiß-roten Motiv mit monströs großem 0711‑Motto. Dazu wurde unten am Zaun des Auswärtsblocks ein Stuttgarter Rössle gezeigt.
VfB Choreo in Hamburg.
Wenn sich zwei der größten und relevantesten Fanszenen Deutschlands in einem Spiel begegnen, ist das Aufeinandertreffen oft von Respekt geprägt.
Die HSV-Fans sorgten nicht nur mit ihrer Choreografie für Eindruck, sondern zündeten auch Pyrotechnik.