Gesundheitsversorgung

Grüne wollen Quereinstieg in Hausarztversorgung erleichtern

Hausärzte sind Mangelware, vor allem auf dem Land. Die Grünen wollen daher Medizinern das Umsatteln erleichtern – und fordern eine Kinderarztquote auf dem Land.

Grüne wollen Quereinstieg in Hausarztversorgung erleichtern

Hausärzte sind auch in Baden-Württemberg Mangelware.

Von Annika Grah

Die Grünenfraktion im Landtag hat sich für die kommende Legislaturperiode die Verbesserung der Hausarztversorgung in Baden-Württemberg vorgenommen. So soll unter anderem die bereits eingeführte Landarztquote weiterentwickelt und durch eine Landkinderarztquote ergänzt werden, heißt es in einem Positionspapier, das die Fraktion auf ihrer Klausur in Altensteig beschlossen hat. Darüber hinaus soll Mediziner anderer Fachrichtungen mit Hilfe von Stipendien und Programmen erleichtert werden, in die hausärztliche Versorgung zu wechseln.

Laut kassenärztlicher Vereinigung sind in Baden-Württemberg aktuell rund 1100 Hausarztsitze nicht besetzt. Baden-Württemberg hatte schon 2021 wie andere Bundesländer bereits eine Landarztquote eingeführt. 75 Studienplätze werden ohne Notenvorgabe vergeben, wenn sich die Bewerber verpflichten, zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten.

Der demografische Wandel stelle das Land vor große Herausforderungen, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Petra Krebs. „Für jeden Hausarzt, der in den Ruhestand geht, brauchen wir zwei bis drei neue, die nachrücken.“ Hausärzte seien nicht die einzigen, die auf dem Land fehlen, sagte Fraktionschef Andreas Schwarz. Deshalb mache sich die Fraktion für eine Land-Kinderarztquote stark, damit auch Kinder und Jugendliche im ganzen Land eine gute Versorgung bekämen.