Bereits vor der Parite sorgten die VfB-Anhänger für herausragende Stimmung.
Von Robert Korell
Der VfB Stuttgart konnte am Samstagabend gegen Werder Bremen drei Punkte einfahren. Noch bevor das Spiel zur ungewohnten Uhrzeit aber angepfiffen war, sorgten die Heimfans mit einer gelb-schwarzen Choreografie für ein erstes Highlight.
Als dann um 18.30 Uhr der Anpfiff erfolgte, nahm auch das auf Sky gesetzte Duo aus Kommentator Wolff-Christoph Fuss und Experte Lothar Matthäus seine Arbeit auf. Für die VfB-Fans ein Grund für einen humorvollen Gruß an den Rekord-Nationalspieler: „Ganz vergessen heute ist ja Dibbigo Dobbschpiel“, kommentiert ein X-User in Anlehnung an Matthäus' fränkische Aussprache eines Wettanbieters.
Auch für die Gästefans hatten die Stuttgarter nette Worte übrig: Ich habe „noch nie einen unsympathischen Bremer Fan getroffen“, hält etwa ein VfB-Fan fest.
Ein weiterer Fan lobte ebenfalls die Reisefreude der Gäste und hob ebenso den aus seiner Sicht entscheidenden Faktor hervor: „Entfernung etwa 700 km, Auswärtsbereich rappelvoll, mega Stimmung! Traditionsvereine beschde einfach.“
Auf dem Rasen ging es dagegen eher zur Sache. Besonders Chabot und Füllkrug lieferten sich immer wieder körperliche Duelle. Ein Fan kommentiert das wortlos – dafür mit einem Bild ringender Steinriesen.
Auch spielerisch konnte sich die Leistung auf dem Rasen sehen lassen. Deniz Undav, der nach holprigem Saisonstart wieder besser in Form kommt, wurde etwa explizit für seine Spielmacherqualitäten gelobt: „Undav immer wieder mit schönen eröffnenden Bällen.“
Das 1:0 erzielte aber dann einer, der eigentlich eher defensiv oder als Vorlagengeber glänzt. In den Worten eines X-Users: „1:0 aus dem Hinterhalt durch Maxi Mittelstädt nach klugem Querpass durch Prömel – geht doch, sauber, weiter so Jungs!“
Damit ging es dann auch in die Pause. Während ein Kommentierender den Pausenkommentar kommentierte – und dabei wiederum Matthäus' Dialekt in den Vordergrund stellte – diskutierten andere Fans eifrig über den fast schon gewohnten Leistungseinbruch der Stuttgarter nach dem Pause. „Doller Dembofussball beider Teams. Auch viel Dechnig, Dagdig und dolles Bassschbiel.“
Und zum befürchteten Einbruch nach der Pause: „Wir wissen doch alle was zwischen der 46. und 60. Minute passiert, oder? ODER?“
Stattdessen konnte der VfB aber in Führung bleiben, wenn auch die Kontrolle über das Spiel verloren ging und Bremen immer besser in die Partie kam. So blieb auch die Skepsis bei den VfB-Fans bis zuletzt bestehen: „Wer wettet mit das Füllkrug heute trifft?“
Am Ende ging es für den VfB aber gut aus, das Team konnte sich zum Sieg zittern und die drei Punkte blieben in Cannstatt. Das nächste Pflichtspiel für den VfB ist dann direkt wieder ein Topspiel: Nach der Länderspielpause müssen die Jungs mit dem Brustring erneut am Samstag um 18.30 Uhr ran. Am 18. November steht auf Schalke der 10. Spieltag an.