Der Ebola-Ausbruch im Kongo bereitet Experten große Sorge. Jetzt werden mehrere Personen nach Deutschland ausgeflogen – darunter auch ein Arzt aus den USA.
Pfleger mit Ebola-Schutzkleidung im Kongo (Archiv).
Von Michael Maier/dpa
Ein US-Amerikaner, der sich mit dem Ebolavirus infiziert hat, soll laut US-Behörden unter strengen Isolierungsmaßnahmen in Deutschland medizinisch versorgt werden. Die US-Gesundheitsbehörde CDC berichtete, dass er in der Demokratischen Republik Kongo tätig war und am Wochenende ein positives Testergebnis erhielt.
Aufgrund der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrungen in der Behandlung von Ebola-Patienten wird der Infizierte nach Deutschland gebracht. Auch sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko werden verlegt. Angaben zur Nationalität der Betroffenen fehlen. Informationen zum genauen Behandlungsort in Deutschland wurden ebenfalls nicht bereitgestellt.
US-amerikanischer Arzt mit Ebola infiziert
US-Medien zufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen Arzt handeln. Eine christliche Missions-Organisation teilte mit, dass sich ein US-amerikanischer Mediziner beim Behandeln in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.