Zwei Teenager begeben sich zwischen Schwetzingen und Mannheim auf eine so lebensgefährliche wie unerlaubte S-Bahn-Fahrt. Jetzt ermittelt die Polizei.
Die Jugendlichen surften auf einer S-Bahn mit. (Symbolbild)
Von red/dpa
Zwei Jugendliche sind beim sogenannten Trainsurfing zwischen Schwetzingen und Mannheim auf einer S-Bahn mitgefahren und haben sich in Lebensgefahr gebracht. Die 14- und 16-Jährigen wurden nach Angaben der Bundespolizei vorläufig festgenommen. Gegen sie wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Die beiden sollen am Montag im Bahnhof Schwetzingen die Fahrzeugkupplung einer stehenden S-Bahn bestiegen und drei Haltestellen bis Mannheim-Rheinau auf diese unerlaubte Weise mitgefahren sein. Dort hätten sie die Kupplung verlassen und in den Zug eingestiegen sein. Zeugen riefen die Polizei. Beamte nahmen die Jugendlichen in Bahnhofsnähe vorläufig fest und brachten sie aufs Revier. Die Eltern der beiden holten sie dort ab.
Beim Trainsurfing fahren die Täter auf dafür nicht vorgesehenen Teilen von Zügen mit. Stehen sie auf der Kupplung am hinteren Teil eines S-Bahn-Wagens, bleibt das vom Triebfahrzeugführer meist unbemerkt. Trainsurfing ist strafbar und lebensgefährlich. S-Bahnen können beim Beschleunigen bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreichen. Fahrtwind, Erschütterungen und Stromschläge können zu Stürzen und tödlichen Verletzungen führen.