Viele Feste und Festivals, die für 2027 und 2028 schon vereinbart sind, stehen laut Geschäftsführerin Claudia Huitz nun auf der Kippe. (Archivbild)
Die Karl-May-Festspiele Burgrieden stehen vor dem Aus und haben Insolvenz angemeldet. Die Festspiele seien in Schwierigkeiten geraten, nachdem wegen schlechten Wetters mehrere Vorstellungen ausgefallen seien und der Versicherungsschutz nicht gegriffen habe, berichtete Geschäftsführerin Claudia Huitz in einem Brief auf der Website.
Sie habe deswegen bereits am vergangenen Sonntag Insolvenz beantragt, es sei der einzige rechtlich mögliche Weg gewesen. „Ich sage es offen: Es ist eine Katastrophe“, schrieb sie. Zuvor hatte die „Schwäbische Zeitung“ berichtet.
„Was aus den Festspielen wird, entscheiden nun andere“
Das Jahr 2027 sei schon fast fertig geplant gewesen. Auch die vielen Feste und Festivals, die für 2027 und 2028 schon vereinbart seien, stünden nun auf der Kippe. „Ich bin überzeugt, dass der Fehler nicht bei uns liegt. Das klären jetzt die Anwälte und die Gerichte“, erklärte Huitz in dem Schreiben. „Was aus den Festspielen wird, entscheiden nun andere.“ Eigenen Angaben zufolge waren in diesem Jahr rund 22.000 Besucher nach Burgrieden im Kreis Biberach gekommen.
Vor zwei Jahren hatten die Festspiele zehnjähriges Jubiläum gefeiert und im Laufe der Jahre zahlreiche Karl-May-Abenteuer inszeniert, darunter „Unter Geiern“, „Old Surehand“ oder „Winnetou“.