Im Großteil Deutschlands beginnt heute eine HItzewelle. In einigen Regionen warnt der DWD sogar vor extremer Hitze.
Es wird heiß in Deutschland.
Von Lukas Böhl
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer starken bis sehr starken Wärmebelastung in weiten Teilen Deutschlands. Auf der aktuellen Warnkarte sind große Teile des Landes violett markiert – das steht für Hitzewarnungen. Besonders betroffen sind zunächst der Südwesten und Westen. Im weiteren Verlauf breitet sich die sehr warme bis heiße Luft aber auf die meisten Regionen aus.
Was die DWD-Warnkarte zeigt
Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes unterscheidet verschiedene Warnstufen und Warnarten. Für die aktuelle Lage sind vor allem die violetten Flächen entscheidend: Sie stehen für Hitzewarnungen. Dunkleres Violett markiert extreme Hitzewarnungen. Grüne Flächen bedeuten, dass dort aktuell keine Warnung vorliegt.
Die Karte macht deutlich: Die Hitzebelastung ist kein regional eng begrenztes Phänomen. Zwar gibt es Unterschiede zwischen Küste, Norden, Osten und Südwesten. Insgesamt betrifft die heiße Luft aber einen großen Teil Deutschlands. Besonders belastend wird die Lage dort, wo hohe Temperaturen, schwüle Luft und warme Nächte zusammenkommen.
Bis zu 36 Grad am Donnerstag
Am Donnerstag erwartet der DWD im Nordosten zunächst noch wolkiges Wetter und einzelne Schauer. In den übrigen Landesteilen bleibt es meist heiter bis sonnig und trocken. Die Höchstwerte liegen je nach Region zwischen 26 und 36 Grad. An den Küsten werden dagegen nur Werte um oder etwas über 20 Grad erreicht.
In der Nacht zum Freitag bleibt es im Süden und Osten teils klar. Im Nordwesten und Norden können dagegen dichtere Wolkenfelder und einzelne kräftige Gewitter aufziehen. Dabei sind Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleiner Hagel und stürmische Böen möglich. Lokal eng begrenzt schließt der DWD auch unwetterartige Entwicklungen nicht aus.
Freitag und Samstag wird es noch heißer
Am Freitag steigen die Temperaturen weiter. In vielen Regionen wird es schwülheiß mit 30 bis 35 Grad, im Westen und Südwesten sind bis zu 38 Grad möglich. Im äußersten Norden und an den Küsten bleibt es mit 24 bis 29 Grad etwas weniger heiß.
Zugleich nimmt die Gewittergefahr zu. Besonders in den westlichen und südwestlichen Mittelgebirgen sowie an den Alpen können sich im Laufe des Nachmittags und Abends kräftige Gewitter bilden. Lokal besteht Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel. Bei Gewittern sind außerdem Sturmböen oder schwere Sturmböen möglich.
Auch am Samstag bleibt die Lage angespannt. Verbreitet rechnet der DWD mit schwülheißen 30 bis 38 Grad. Die höchsten Werte werden erneut im Südwesten erwartet. Gleichzeitig können sich örtlich kräftige Schauer und Gewitter entwickeln, auch mit Unwettergefahr.
Hitzewelle erreicht die meisten Regionen
Nach der aktuellen Vorhersage breitet sich die hohe Wärmebelastung von Südwesten her weiter aus. Während zunächst vor allem der Südwesten betroffen ist, werden in der Folge die meisten anderen Gebiete Deutschlands erfasst. In größeren Städten im Westen und Südwesten sinken die Temperaturen in der Nacht zum Freitag teils kaum unter 20 Grad. Solche Nächte gelten als besonders belastend, weil sich Gebäude und Körper schlechter abkühlen.
Am Sonntag bleibt es in großen Teilen Deutschlands heiß. Im Norden wird es mit 25 bis 30 Grad etwas weniger warm, direkt an der See darunter. Im Rest des Landes sind weiterhin 30 bis 38 Grad möglich. Im Tagesverlauf können sich erneut kräftige Schauer und Gewitter mit Unwettergefahr bilden.