Symbolbild: Jörg Fiedler
Karlsruhe/Rems-Murr. Gegen einen Kindertagesbetreuer aus dem Rems-Murr-Kreis ist Anklage wegen des Verdachts des vielfachen sexuellen Missbrauchs von ihm anvertrauten Kindern erhoben worden. Das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg teilte mit, die Anklage sei nach gemeinsamen Ermittlungen mit dem Polizeipräsidium Aalen beim Landgericht Stuttgart erhoben worden.
Dem Tatverdächtigen werden in der Anklageschrift unter anderem der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern, der sexuelle Missbrauch von Schutzbefohlenen und die Herstellung kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen.
Der Mann war bis zu seiner Festnahme als Kindertagesbetreuer tätig. Er soll unter anderem seit dem Jahr 2020 bis zu seiner Festnahme im Oktober 2025 in insgesamt 41 Fällen sexuelle Handlungen an oder vor jeweils mindestens einem von insgesamt acht ihm anvertrauten Kindern im Tatzeitalter von zwischen 0 und 12 Jahren vorgenommen haben. Ihm liegt zudem zur Last, in zwei Fällen sexuelle Handlung der Kinder untereinander aufgezeichnet zu haben. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der Tatverdächtige anderen kinderpornografische Inhalte zugänglich gemacht hat.
Der Tatverdacht gegen den geständigen Beschuldigten ergab sich den Angaben zufolge aus Ermittlungen bayerischer Strafverfolgungsbehörden in einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Die Auswertung beschlagnahmter elektronischer Geräte führte zum Verdacht des vielfachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Anfang Oktober 2025 wurde der Mann festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Landgericht Stuttgart entscheiden.
Das Landratsamt des Rems-Murr-Kreis hat für heute Nachmittag eine Stellungnahme zu dem Fall angekündigt.