Kommentar: Die Krönung einer starken Entwicklung

Kommentar: Die Krönung einer starken Entwicklung

Von David Scheu

Nach oben zu kommen, ist das eine – sich an der Spitze zu halten, aber oft die eigentliche Herausforderung. Der VfB Stuttgart ist auf dem besten Weg, sie zu meistern. Zum zweiten Mal binnen drei Jahren wird der Fußball-Bundesligist aus Bad Cannstatt in der Champions League antreten und sich mit den stärksten Teams Europas messen.

Zwar gelang der Einzug in die Königsklasse dieses Mal nicht so schwerelos wie einst 2024, die Leistung ist aber mindestens gleichrangig einzuordnen. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Sebastian Hoeneß hat Rückschlägen getrotzt, Druckresistenz bewiesen, die internationale Mehrfach-Belastung weggesteckt. Die lukrative Königsklasse eröffnet mit fixen Einnahmen von rund 40 Millionen Euro finanzielle Spielräume auf dem Transfermarkt – sie liefert aber auch Argumente, den Kern der Mannschaft zusammenzuhalten.

Nun ist es keine Neuigkeit, dass man mit viel Geld auch viel Unsinn anstellen kann. Diese Gefahr scheint beim VfB aber nicht allzu groß. Die Chefetage um Vorstandsboss Alexander Wehrle und Sportchef Fabian Wohlgemuth hat den Club mit einem Mix aus maßvoll kalkuliertem Risiko und klugen Transferentscheidungen in den vergangenen Jahren auf den jetzigen Erfolgskurs gebracht – und ist nun erneut gefordert. Im Sommer werden entscheidende Weichen gestellt. Die Ausgangslage für den VfB ist hierfür eine hervorragende.