Eine Kuh-Herde büxt von der Weide aus und überquert Bahnschienen. Ein Zug kann nicht mehr rechtzeitig bremsen.
Mehrere Kühe büxten von ihrer Weide aus – mit schweren Folgen.
Von Karla Schairer
Drei Kühe sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf der Bahnstrecke zwischen Schwäbisch Hall und Gaildorf/West von einem Zug überfahren worden und gestorben. Die Kühe waren wohl schon am Mittag von einer acht Kilometer entfernten Weide ausgebüxt. Es kam zu erheblichen Behinderungen, bis die Zugstrecke geräumt war.
Der Lokführer des Regionalexpress bemerkte gegen 23.30 Uhr mehrere Kühe auf den Gleisen, weshalb er bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde eine Notbremsung einleitete und einen Signalton abgab. Dennoch konnte er nicht verhindern, drei Tiere zu überfahren. Zwei weitere Kühe sollen weggerannt sein und konnten nicht mehr aufgefunden werden.
Durch den Aufprall wurde der Regionalexpress im Frontbereich beschädigt und zum Bahnhof Gaildorf/West gezogen, wo die 13 Fahrgäste aus dem Zug unverletzt aussteigen konnten. Für die Bergung der drei Kuh-Kadaver setzte die Deutsche Bahn eine Bergungsmaschine ein. Dafür wurde die Strecke bis zum Mittwoch 6.30 Uhr gesperrt, weshalb es zu erheblichen Behinderungen auf der Strecke kam.
Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die 48-jährige Halterin der Kühe wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.