Kunst zum Mitmachen

Die Stuttgarter Innenstadt wird am Samstag zur offenen Bühne für das Street-Art-Festival.

Von lawa

Stuttgart - Kurz nach 11 Uhr am Samstag ist es in der Stuttgarter Innenstadt wuselig und voll. „Stuttgart Street Art“ nutzt die Frühlingsstimmung für ein Programm, das sich über die City verteilt. Schlossplatz, Königstraße und Dorotheenquartier werden zur offenen Bühne. Viele Angebote sind niedrigschwellig. Walking Acts laufen durch die Menge, kleine Shows entstehen direkt vor Geschäften, dazu kommen Mitmachaktionen und eine eigene Street-Art-Tour für alle, die mehr wissen wollen.

„In der Stuttgarter City geht’s endlich wieder rund“, heißt es von der City-Initiative, die das Format zum neunten Mal organisiert. Man wolle die Innenstadt bewusst mit einem bunten Straßenkunst-Programm beleben – und das gratis. Eventmanagerin Priska Scherrer sagt, man freue sich „auf viele begeisterte Menschen“, während City-Manager Holger Siegle betont, dass es genau diese Mischung sei, die „bei Jung und Alt für strahlende Gesichter sorgt“ und die Innenstadt für ein paar Stunden spürbar verändert.

Ein Höhepunkt ist der Auftritt von Romulo Kurányi, dem Halbbruder des früheren Fußballprofis Kevin Kurányi, im Dorotheenquartier, der einen riesigen Marker bemalt: Aus einem einfachen Objekt entsteht so ein gemeinsames Kunstwerk, das sich im Laufe des Tages verändert und an dem sich Besucher beteiligen können. Immer wieder bleiben Passanten stehen, schauen zu oder greifen selbst zum Stift und werden so Teil der Aktion. Für Kurányi selbst steht bei der Aktion die Gemeinschaft im Mittelpunkt: „Die Idee dahinter ist, dass wir hier einen großen Marker mit der Community bemalen.“