Die LBS Süd baut vor: Hubertus Endres soll voraussichtlich in zweieinhalb Jahren auf den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Siebert folgen.
Führungsfrage beantwortet: Thomas Hirsch (Präsident Sparkassenverband Rheinland-Pfalz), Matthias Dießl (Präsident in Bayern), Hubertus Endres, Matthias Neth (Präsident in Baden-Württemberg) und Vorstandschef Stefan Siebert.
Von Matthias Schiermeyer
Hubertus Endres soll voraussichtlich Anfang 2029 den dann in den Ruhestand wechselnden Vorstandsvorsitzenden der LBS Süd, Stefan Siebert, beerben. Diesen Wechsel hat der Verwaltungsrat der Landesbausparkasse Süd am Dienstag beschlossen.
Endres, seit 2022 Vorstandschef der Sparkasse Salem-Heiligenberg, wurde zunächst als Generalbevollmächtigter neu in den Vorstand der LBS Süd berufen, bevor er in zweieinhalb Jahren an die erste Stelle rückt. Zuvor war der 52-Jährige mehr als zwanzig Jahre in der Sparkasse Pforzheim Calw tätig, der größten Sparkasse in Baden-Württemberg, bundesweit die Nummer acht. Seine Ausbildung hatte er bei der Sparkasse Salem-Heiligenberg absolviert. Die führende Rolle der Sparkassen bei der privaten Immobilienfinanzierung zu stärken, werde auch in Zukunft die Aufgabe der LBS Süd als größte Landesbausparkasse in Deutschland sein, formuliert Matthias Neth, der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, den hohen Anspruch für die Zukunft.
Der Architekt der Fusion sieht seinem Abschied entgegen
Mit der frühzeitigen Nachfolgeregelung wolle man Planungssicherheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten gewährleisten, heißt es zur Begründung. Der Dank der Präsidenten aller drei Sparkassenverbände gilt bereits jetzt Stefan Siebert für seine, wie betont wird „herausragenden Leistungen“, vor allem im Zuge der Fusion und des Wechsels in die Beaufsichtigung der Europäischen Zentralbank. Diese Veränderung wurde zum 1. Januar 2025 wirksam.
Der 64-jährige Badener Siebert war 2023 zum Vorstandschef der aus der LBS Südwest und LBS Bayern hervorgegangenen LBS Süd berufen worden. Er gilt als Architekt der Zusammenführung. Die LBS Süd mit Verbreitung über die Sparkassen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz ist seit der Fusion vor drei Jahren die bundesweit zweitgrößte Bausparkasse hinter der Schwäbisch Hall, die auf rund sieben Millionen Verträge kommt. Die LBS Süd kann an die 2,6 Millionen Kunden mit 3,6 Millionen Verträgen und einer Gesamtbausparsumme von 164 Milliarden Euro vorweisen. Im Vorjahr waren 180.000 LBS-Verträge neu hinzugekommen – der Marktanteil im Geschäftsgebiet stagniert bei 37 Prozent. Zu den ca. 1550 Mitarbeitern im Innendienst kommen rund 750 Berater im Außendienst.