Die amtierende Ko-Parteichefin Ines Schwerdtner und der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano wollen gemeinsam für den neuen Vorsitz der Linkspartei kandidieren.
Die amtierende Ko-Parteichefin Ines Schwerdtner (r.) und der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano wollen gemeinsam für den neuen Vorsitz der Linkspartei kandidieren (Archivfoto).
Von red/AFP
Die amtierende Ko-Parteichefin Ines Schwerdtner und der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano wollen gemeinsam für den neuen Vorsitz der Linkspartei kandidieren. "Wir treten als Team für den Parteivorsitz an", gaben beide am Mittwoch auf Schwerdtners Webseite bekannt. Die Linke wählt bei ihrem Parteitag Mitte Juni in Potsdam eine neue Spitze.
Sie hätten im letzten Jahr "gut und vertrauensvoll beim Aufbau der Bundestagsfraktion zusammengearbeitet und uns persönlich schätzen gelernt", betonten Schwerdtner und Pantisano. Nun wollen sie die Linke demnach "noch stärker" machen "und auf eine neue Ebene heben". Dabei müssten vor allem mehr Arbeiterinnen und Arbeiter für die Partei gewonnen werden.
"Wir machen keine Politik für Linke, sondern linke Politik für alle", kündigten die beiden an. Die soziale Basis der Partei müsse breiter und stabiler werden. "Von der Rentnerin über die Studentin, den Facharbeiter und die Pflegekraft: Wir wollen die ganze Breite ansprechen und in unserer Partei organisieren."
Jan van Aken kündigt im April Rückzug an
Als Ziel geben Schwerdtner und Pantisano 200.000 Parteimitglieder bis 2029 aus. "Denn nur eine starke Linke kann etwas in diesem Land bewegen." Aktuell hat die Linke demnach mehr als 123.000 Mitglieder.
Schwerdtner führt die Partei seit Oktober 2024 mit Jan van Aken. Dieser kündigte Mitte April an, aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Sein Bundestagsmandat will der 65-Jährige aber behalten.
Kurz nach van Akens Rückzugs-Ankündigung erklärte Pantisano seine Kandidatur. Die Linke habe sich mit van Aken und Schwerdtner "erneuert und stabilisiert", betonte er dabei. "Die Linke war das Comeback des Jahres bei der Bundestagswahl." Er wolle nun daran anknüpfen und sich gegen rechts stellen sowie dafür kämpfen, "das Leben der arbeitenden Menschen wieder bezahlbar" zu machen.
Der 46-jährige Pantisano stammt aus Waiblingen nahe Stuttgart und sitzt seit dem vergangenen Jahr im Bundestag. Er ist dort stellvertretender Vorsitzender sowie verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion.