Die Mattel-Aktie hat in den vergangenen Tagen einen dramatischen Kursrückgang erlebt. Anleger fragen sich, was hinter dem Einbruch steckt und wie es für den Spielwarenhersteller weitergeht.
Die Mattel-Aktie ist nach schwachen Quartalszahlen und einer gesenkten Prognose stark gefallen. Erfahren Sie, wie sich die aktuellen Entwicklungen auf den Kurs auswirken und was Anleger jetzt wissen müssen.
Von Matthias Kemter
Nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft und schwachen Quartalszahlen ist der Kurs der Mattel-Aktie zur Mitte der Handelswoche um rund 30 Prozent auf 12,10 Euro gefallen. Mittlerweile hat sich das Papier bei 13,30 Euro eingependelt. Die Gründe für den Absturz sind vielfältig und betreffen sowohl die aktuelle Geschäftsentwicklung als auch den Ausblick auf das kommende Jahr.
Schwaches Weihnachtsgeschäft belastet
Mattel konnte im wichtigen Weihnachtsquartal die Erwartungen nicht erfüllen. Zwar stieg der Umsatz im vierten Quartal um sieben Prozent auf 1,77 Milliarden US-Dollar, doch blieb das Unternehmen damit unter den Prognosen. Der Gewinn pro Aktie lag mit 0,39 US-Dollar deutlich unter den erwarteten 0,54 US-Dollar. Besonders in den USA zeigte sich eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher, die verstärkt auf Rabatte achteten. Mattel musste daher die Preise senken, was die Gewinnmargen zusätzlich belastete.
Gewinnprognose gesenkt und Investitionen angekündigt
Neben den enttäuschenden Zahlen sorgte auch der Ausblick für Verunsicherung. Mattel hat die Gewinnprognose für 2026 gesenkt und plant umfangreiche Investitionen in neue Geschäftsfelder wie digitale Spiele, künstliche Intelligenz und Direktvertrieb. Insgesamt sollen 110 Millionen US-Dollar in diese Bereiche fließen, hinzu kommen 40 Millionen US-Dollar für digitales Marketing. Diese Investitionen sollen das langfristige Wachstum sichern, drücken aber kurzfristig auf die Gewinne.
Analysten reagieren mit Herabstufungen
Die schwachen Zahlen und der vorsichtige Ausblick führten dazu, dass mehrere Analysten ihre Bewertungen für die Mattel-Aktie senkten. Citi und JPMorgan reduzierten ihre Kursziele deutlich und warnten vor einer unsicheren Phase für das Unternehmen. Besonders die Entwicklung der Kernmarken wie Barbie wird kritisch gesehen, da die Verkäufe 2026 voraussichtlich weiter zurückgehen werden.
Unsicherheit durch Lagerabbau und schwieriges Marktumfeld
Ein weiterer Belastungsfaktor ist der Lagerabbau bei Mattel und den Händlern, der auf eine schwächere Nachfrage im Dezember zurückzuführen ist. Hinzu kommen Herausforderungen durch Zölle und ein insgesamt schwieriges Marktumfeld, das die Sichtbarkeit für die kommenden Quartale einschränkt. Analysten sprechen von einem "Investitionsjahr", das aus Sicht der Aktionäre mit erhöhten Risiken verbunden ist.
Fazit
Die Mattel-Aktie steht nach dem Kurssturz unter Druck. Schwache Quartalszahlen, eine gesenkte Gewinnprognose und hohe Investitionen sorgen für Unsicherheit bei Anlegern und Analysten. Ob die geplanten Maßnahmen das Unternehmen langfristig stärken, bleibt abzuwarten.