Nach einer ZDF-Doku über Bürgergeld sind mehr als 40 Eingaben beim Fernsehrat eingegangen. Mehrere davon gelten als förmliche Programmbeschwerden.
Gegen die ZDF-Dokumentation „Am Puls mit Sarah Tacke - System Bürgergeld: Leben ohne Leistung?“ sind beim Fernsehrat bislang mehr als 40 Eingaben eingegangen (Symbolfoto).
Von red/epd
Gegen die ZDF-Dokumentation „Am Puls mit Sarah Tacke - System Bürgergeld: Leben ohne Leistung?“ sind beim Fernsehrat bislang mehr als 40 Eingaben eingegangen. Mehrere davon seien als förmliche Programmbeschwerden einzustufen, teilte das ZDF-Gremienbüro dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag auf Anfrage in Mainz mit. Die Sendung wurde am 14. Mai ausgestrahlt.
Der Verein Sanktionsfrei hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass er beim ZDF-Fernsehrat Programmbeschwerde gegen die Sendung eingereicht habe. Sie verstoße „in mehreren Punkten gegen die Anforderungen an sachliche, ausgewogene und diskriminierungsfreie Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, hieß es zur Begründung.
Die Doku zeichne ein verzerrtes Bild von Bürgergeldbeziehern und arbeite wiederholt mit außergewöhnlichen Einzelfällen, ohne diese ausreichend statistisch oder sozialwissenschaftlich einzuordnen. Der Verein Sanktionsfrei unterstützt Bürgergeld-Empfänger bei Sanktionen.
Mehrstufiges Verfahren
Der ZDF-Fernsehrat prüft zunächst, ob eine Programmbeschwerde die formalen Voraussetzungen erfüllt. Der ZDF-Intendant antwortet dann auf die angenommene Beschwerde schriftlich innerhalb eines Monats. Beschwerdeführer können im Anschluss den Fernsehrat einschalten, der dann prüft, ob ein Verstoß gegen Programmgrundsätze vorliegt.