Pippa Middletons Mann verteidigt Wegsperrung

„Meine Familie braucht Schutz“

Im Streit um einen gesperrten Weg auf dem Anwesen von Pippa Middleton und ihrem Ehemann James Matthews hat sich Matthews nun bei einer öffentlichen Anhörung verteidigt.

„Meine Familie braucht Schutz“

Pippa Middleton (l.) und James Matthews im Jahr 2018 bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle.

Von Katrin Jokic

Der Konflikt dreht sich um Barton Court, ein rund 145 Hektar großes Anwesen nahe Kintbury in der englischen Grafschaft Berkshire. Matthews (50) hatte das Anwesen im Jahr 2022 für 15,5 Millionen Pfund gekauft. Dort lebt er mit Pippa Middleton (42), der Schwester von Prinzessin Catherine, und den drei gemeinsamen Kindern Arthur (7), Grace (5) und Rose (3).

Mehr als 30 Anwohner sowie die Wandergruppe „West Berkshire Ramblers“ wollen erreichen, dass eine Strecke über das Grundstück offiziell als öffentliches Wegerecht anerkannt wird. Nach ihrer Darstellung wird der Weg seit Jahrzehnten von Spaziergängern und Hundebesitzern genutzt. Der Gemeinderat von West Berkshire hatte dem Antrag zunächst zugestimmt. Matthews legte jedoch Einspruch ein. Nun prüft ein Planungsinspektor den Fall in einer mehrtägigen Anhörung.

Schutz für Kinder und Haustiere

In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte Matthews, seine Familie stehe wegen ihrer Bekanntheit unter besonderer Beobachtung. Deshalb sei ein höheres Maß an Sicherheit nötig. Ein Vertreter des Ehepaars erklärte zudem, Matthews habe das Recht, auf seinem Privatgrundstück ein sicheres Umfeld für seine Kinder und Haustiere zu schaffen – fern von unkontrollierten Betretungen und Verkehr. Neben den drei Kindern sollen auch zwei Hunde zur Familie gehören.

Matthews schilderte, er habe seit dem Kauf des Anwesens nur wenige Menschen auf der Zufahrt gesehen. Diese habe er jeweils darauf hingewiesen, dass es sich nicht um einen öffentlichen Fußweg handele. Die Betroffenen hätten dies nach seiner Darstellung akzeptiert und lediglich um Erlaubnis gebeten, den Weg einmalig weiter nutzen zu dürfen.

Anwohner widersprechen dieser Darstellung. In schriftlichen Aussagen erklärten mehrere Dorfbewohner, frühere Eigentümer hätten die Nutzung des Weges nie behindert. Erst seit dem Eigentümerwechsel seien Sperren aufgetaucht. Der Weg sei für viele Menschen eine wichtige Verbindung durch die Umgebung von Kintbury.

Öffentlicher Fußweg - oder nicht?

Der zuständige Planungsinspektor machte jedoch deutlich, dass Fragen der Privatsphäre und Sicherheit nicht entscheidend für das Verfahren seien. Maßgeblich sei vielmehr, ob die Öffentlichkeit den Weg im Zeitraum von 2002 bis 2022 häufig genug genutzt habe, um daraus ein öffentliches Wegerecht abzuleiten.

Auch ein auf dem Gelände ansässiges Möbelunternehmen spielt in dem Verfahren eine Rolle. Der frühere Mitgründer von Benchmark Furniture erklärte, das Unternehmen habe über längere Zeit ein Zugangsrecht zur betreffenden Strecke gehabt. Zugleich betonte er, dass es sich aus seiner Sicht nicht um einen öffentlichen Fußweg gehandelt habe.

Entscheidung soll bald fallen

Eine Sprecherin von James Matthews und Pippa Middleton wies Darstellungen zurück, wonach die Öffentlichkeit früher Zugang zu dem Grundstück gehabt habe. Es habe dort nach ihrer Darstellung nie ein öffentliches Wegerecht gegeben. Zudem seien seit Jahrzehnten Schilder vorhanden gewesen, die auf Privatbesitz und fehlenden öffentlichen Zugang hingewiesen hätten.

Die Schlussplädoyers sollen in der kommenden Woche stattfinden. Eine Entscheidung wird im Juni erwartet.