Statt Waffenstillstand

Minen in Straße von Hormus behindern die Schifffahrt

Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Seeminen in der Straße von Hormus und empfehlen eine Ausweichroute in ihrer direkten Reichweite.

Minen in Straße von Hormus behindern die Schifffahrt

Satellitenbild der Straße von Hormus.

Von Michael Maier

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat eine Warnung vor Seeminen in der Straße von Hormus ausgesprochen. Die Durchfahrt scheint für Tanker oder auch Frachter und Kreuzfahrtschiffe wie die „Mein Schiff“ 4 und 5 von TUI Cruises vor diesem Hintergrund nur schwer möglich.

Am späten Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten die Streitkräfte eine Karte, die eine Gefahrenzone in den üblichen Schifffahrtswegen der Meerenge zeigt. Aufgrund der Kriegssituation im Persischen Golf wird allen Schiffen empfohlen, eine alternative Route weiter nördlich zu wählen, um den „möglichen Zusammenstoß mit Seeminen“ zu vermeiden.

Minen in der Straße von Hormus

Die von den Revolutionsgarden vorgeschlagene neue Route führt entlang der Insel Larak nahe der Südküste Irans. Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten weltweit, insbesondere für den Öl- und Gastransport aus den Golfstaaten. Laut der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurden 2023 fast 30 Prozent des weltweit verschifften Öls über die Straße von Hormus befördert.

Schutzgeld-Forderungen bei Hormus

Seit Beginn des Krieges hat die iranische Marine die 55 Kilometer breite Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen praktisch blockiert, was zu einem Anstieg der Energiepreise führte. US-Präsident Donald Trump machte die Öffnung der Meerenge zur Voraussetzung für eine zweiwöchige Waffenruhe. Berichten zufolge fordert der Iran von Reedereien eine Gebühr, um den Korridor nahe der iranischen Küste nutzen zu dürfen. Seit dem Beginn der Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch haben laut Medienberichten und Datenanalysten nur wenige Schiffe die Meerenge durchquert.

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